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 Eine Frau für Ethan

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Emily Merchant
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BeitragThema: Eine Frau für Ethan   So Aug 12 2012, 21:35

Spieler:
Ethan, Scarlet, Joyce, Emily

Können sich bei Bedarf noch nachträglich Spieler für das Nebenplay anmelden?
Jeder der Lust hat

Plot:
Ethan braucht unbedingt eine Frau, deshalb suchen wir ihm eine.

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Zuletzt von Emily Merchant am So Sep 30 2012, 18:13 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Emily Merchant
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Sa Sep 08 2012, 11:10

Nachdenklich schlenderte Emily den hellerleuchteten Gang Richtung Aufenthaltsraum entlang, um sich dort einen Tee zu kochen. Zwei Wochen nach dem Stromausfall und den Vorfällen mit Jack the Ripper hatte sich das Alltagsgeschehen im ARC wieder normalisiert. Nur langsam hatten sie die Tiere beruhigen können, nachdem sie und ihre Kollegen sie wieder eingefangen und in ihre Ställe zurückgebracht hatten. Aber inzwischen hatte sich Peanut von ihrer Verletzung am Fuß erholt und auch ihre anfängliche Nervosität hatte sich wieder gelegt. Der ADD funktionierte dank Connor wieder einwandfrei und die Mitarbeiter des ARCs waren schließlich zu ihrem normalen Tagesablauf zurückgekehrt.

Und so war auch wieder Zeit für die kleinen Alltagsdinge, die man in dem Trubel leicht übersah. Das war wohl auch der Grund, warum sie dieser eine Gedanke schon seit dem Aufstehen so beschäftigte. Es ging um Ethan.
Der hatte von Lester die Erlaubnis bekommen, sich in dem Gebäude relativ frei zu bewegen, bis entschieden war, was weiter mit ihm passieren sollte, nachdem er ihnen bei der Sache mit dem Ripper geholfen und Danny ihrem Chef versichert hatte, dass sein Bruder sich geändert hätte und er für ihn geradestehen würde, wenn er doch wieder Mist baute.
Er war zwar immer noch der Eigenbrötler, wie sie ihn kannte, aber etwas war anders. Irgendwie schien er einsam zu sein. Er war hier zwar unter Menschen, im Gegensatz zu den Jahren in der Zukunft, aber meistens sah man ihn alleine, mal abgesehen von der Zeit, die er mit seinem Bruder zusammen war. Woran seine Vergangenheit sicher nicht ganz unschuldig war. Immerhin gab es hier kaum jemanden, den er nicht schon einmal bedroht hatte. Besonders ihr könnte das ja eigentlich egal sein, so wie er sie früher behandelt hatte. Aber er hatte sich tatsächlich geändert und versucht, es wieder gut zu machen, indem er sie im Hyde Park vor dem Ripper gewarnt und sich schützend zwischen sie und den Andrew gestellt hatte.
Vielleicht sollte sie ja mal mit ihm reden.
Ohne auf das rege Treiben um sich herum zu achten, war sie schließlich am Aufenthaltsraum angekommen und stieß die Türe auf. Als sie hochschaute, saß dort der Grund ihrer Grübeleien. Wieder alleine.
„Hey Ethan.“ Sie machte sich an dem Wasserkocher zu schaffen. „Möchtest Du auch einen Tee?“

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Ethan Dobrowski
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   So Sep 09 2012, 13:08

Es stimmte, er konnte hier gehen, wohin er wollte. Das hieß aber nicht, dass er frei war. man hatte ihn nur ein bisschen großzügiger eingesperrt, indem man ihm untersagt hatte, dieses Gebäude zu verlassen. Aber im Moment störte ihn das noch nicht sonderlich. Er hatte hier eine Küche mit einem allzeit gut gefüllten Kühlschrank, ein Sofa, auf dem er nachts schlafen konnte und ein paar Tiere zur Gesellschaft. Scheinbar hatte Peanut ihm halbwegs verziehen, dass er sie damals getreten hatte, denn wenn er dann mal zu ihr ins Gehege kam, begrüßte sie ihn mehr oder weniger freundlich und kam sogar vorsichtig näher, wenn er Obst dabei hatte. Er wusste nicht so recht, ob er die Tiere mochte oder nicht, aber er konnte sein nett-Sein ja auch mal auf seine vierbeinigen Kollegen ausdehnen.
Jetzt saß er also auf dem Sofa, das ihm nachts als Bett diente, die Decke und das Kopfkissen - ohne die er auch wunderbar ausgekommen wäre - waren wieder im Kasten darunter verschwunden und er hatte sich eins von diesen Magazinen genommen, die auf dem Tisch davor lagen und blätterte darin herum, als die Tür aufging.
Er schaute auf.
"Hey Em.", murmelte er und wandte sich wieder der Zeitung zu. Auch wenn die anderen zumindest vorgaben, sich tolerant ihm gegenüber zu verhalten, wusste er doch nur bei Emily und Danny, dass sie sich wirklich um ihn bemühten. So wie jetzt wieder, als sie fragte, ob er auch einen Tee wollte.
"Ja, danke. Mit Milch und Zucker, wenn ihr das da habt."
Endlich wandte er den Blick von der Zeitung, legte sie zusammen und schob sie von sich auf den Tisch.
Dann beobachtete er sie, wie sie Wasser in den Kessel füllte und in den Schränken das nötige hervorkramte.
"Du bist aber nicht nur hier, um mich zu fragen, ob ich Tee möchte, oder?"

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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Di Sep 11 2012, 19:11

Scarlet war erleichtert, nach dem ganzen Stress der letztem Wochen, waren die letzten 2 Wochen ruhig geblieben. Die erste Woche hatte sie jedoch gebraucht, damit ihr Körper sich erholen konnte. Jetzt hatte sie aber wieder mit dem Training angefangen. Sie war gerade mit dem heutigen Training fertig, jetzt wollte sie in den Aufenthaltsraum um dort etwas zu trinken und um sich etwas auszuruhen. währenddessen musste sie an Ethan denken, er war nett nur, hatte sie auch schon schlechte Geschichten gehört. Sie öffnete die Tür zum Aufenthaltsraum und trat ein. Sie sah sofort Emily am Wasserkocher und jemanden auf der Couch. Erst beim näherkommen, sah sie das es Ethan war, der auf der Couch saß.

"Hey, Emily, wie geht es dir ?", begrüßte sie Emily freundlich und umarmte sie kurz. Danach setzte sie sich auf die Couch neben Ethan und umarmte ihn ebenfalls zur Begrüßung.

"Na Ethan, und was macht ihr beiden?"
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Emily Merchant
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Mi Sep 12 2012, 10:21

„Ja, müssten wir eigentlich haben.“
Während Emily darauf wartete, dass das Wasser anfing zu kochen und das Gewünschte zusammensuchte, wurde sie von Ethans Frage überrascht. Sie öffnete den Kühlschrank, um die Milch herauszuholen und dabei etwas Zeit zu gewinnen. Dann drehte sie sich wieder zu ihm um.
„Ähm … ja … eigentlich … nein, es ist nur Zufall, dass ich hier vorbeigekommen bin.“
Sie konnte ihm ja schlecht sagen, dass sie sich über seinen Gemütszustand Gedanken gemacht hatte. Das käme dann doch zu blöd. Außerdem ging sie das ja auch irgendwie gar nichts an und und es fiel ihr nicht schwer, sich seinen gereizten Kommentar dazu vorzustellen. Also konnte sie sich den auch sparen.

In dem Moment öffnete sich die Türe und Scarlet kam herein, was sie davor bewahrte, sich weiter dazu äußern zu müssen. Sie erwiderte deren Umarmung. Sie mochte die Zeitreisende, die jetzt inzwischen auch schon ein Jahr hier bei ihnen in der Gegenwart lebte.
„Danke, mir geht’s gut. Und Du bist schon fertig mit Deinem Training? Möchtest Du auch einen Tee?“
Fragend schaute sie die blonde Frau an und beobachtete, wie sie sich neben Ethan auf die Couch setzte und auch ihn zur Begrüßung umarmte. Emily war sich ziemlich sicher, dass er ihr noch vor ein paar Monaten dafür eine gescheuert oder sie zumindest grob zur Seite geschubst hätte.
Und dann hatte sie plötzlich eine Ahnung, was eventuell in ihm vorging. Auch wenn Ethan versuchte, es zu verbergen und nie zugeben würde, hatte sie in der letzten Woche immer wieder bemerkt, wie er Daniel und sie ab und zu verstohlen beobachtete, wenn sie sich umarmten, mittags zusammen in der Cafeteria essen gingen oder gemeinsam bei den Tieren arbeiteten.
Genau das war es. Er würde wahrscheinlich gerne wieder eine Frau kennenlernen. Näher kennenlernen.
„Ethan, darf ich Dich mal was fragen? Hättest Du gerne …“ Verdammt, sollte sie ihn jetzt tatsächlich fragen, ob er sich wieder eine Freundin wünschte? Nein, das war ein bisschen zu direkt und so versuchte sie, die Frage etwas allgemeiner zu stellen.„Hättest Du gerne mehr … Gesellschaft?“

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Ethan Dobrowski
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Mi Sep 12 2012, 20:18

Es war gar nicht so einfach, sich jetzt wieder in der zivilisierten Welt zurecht zu finden. Auch wenn sich ‚die zivilisierte Welt‘ auf ein großes Gebäude erstreckte, aber immerhin. Hier gab es so viele Annehmlichkeiten, die er in keiner anderen Zeit gehabt hatte. Kaffee, heiße Duschen, leckeres Essen… Gesellschaft…
Plötzlich ging alles ganz schnell. Dass die Menschen der Gegenwart sich manchmal zu schnell bewegten, aber selbst Scar war für ihn zu schnell, als sie sich wie ein Wirbelwind durch den raum bewegte und erst Emily stürmisch begrüßte und dann ihn auch gleich mit umarmte. Er konnte nicht wirklich sagen, dass ihm das missfiel. Vor ein paar Wochen vielleicht hätte er sie erbost von sich gestoßen und sie gefragt, was das sollte, aber inzwischen hatte er sich daran gewöhnt, dass sie jeden so begrüßte, auch weil sie wohl wusste, dass ihr von ihm keine Gefahr drohte, solange hier Kameras hingen und sein Messer in Lesters Safe vor sich hinvegetierte.
„Hey Scar.“, murmelte er und erwiderte die Umarmung nicht ganz so fest. Er musste sich jetzt erst wieder daran gewöhnen, dass außer seinem Bruder und früher Charlotte überhaupt jemand mit ihm so umgegangen war.
Wo er gerade an Charlotte dachte…
Emilys Frage ließ ihn reflexartig zusammenzucken. „Gesellschaft? Ich… hab hier doch Gesellschaft…“ Aber irgendwie war ihm klar, dass sie nicht das lockere Zusammensein mit ihr und seinem Bruder meinte. „Du… du meinst, ein Mädchen kennenlernen?“ Plötzlich wusste er gar nicht so genau, ob er das eigentlich wollte.

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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Sa Sep 29 2012, 19:26

"Ja, bitte", antwortete Scarlet auf Emilys Frage und hörte den beiden interessiert zu. Sie verstand die Frage von Em, denn ihr ging es ähnlich gut sie hatte Noah, Sai und Matt. Aber auch sie war etwas einsam, aber Ethan hatte noch weniger hier. Eiegendlich nur Em und seinen Bruder. Eigendlich verstand sie es nicht, denn er war eigendlich ein ganz netter Zeitgenosse, auch wenn er zwischendurch erwas Probleme hatte. Gerade mit Owen, der immer wieder versuchte, ein Date mit ihr zu bekommen. Nachdem Ethan geantwortet hatte,ging ihr etwas durch den Kopf.

"Ethan wie wäre es, wenn wir 3 in eine Bar gehen würde? Dann kommst du etwas raus und lernst vielleicht auch eine Frau kennen." , sie machte eine kurze Pause iund schaute zu Emily, " Wir müssten natürlich Lester überreden,dasss er ihn rauslässt"
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Joyce Cova
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Sa Sep 29 2012, 22:15

Noch einmal warf sie einen Blick auf den ADD, ehe sie aufstand und einem Kollegen signalisierte, dass sie kurz eine Pause machte. Sie war den ganzen Morgen noch nicht dazugekommen, sich einen Kaffee zu gönnen, merkte aber gerade jetzt, wo es etwas ruhiger war, dass sie diesen dringend nötig hatte.
Vorbei an Lesters leeren Büro, ging sie unverzüglich Richtung Aufenthaltsraum.
Sie war zwar erst zwei Wochen hier, fühlte sich aber schon seit dem ersten Tag richtig wohl und fand nun auch ohne großen Zeitaufwand ihre Wege durch das ARC. Was natürlich gerade am Anfang noch ganz anders aussah. Nicht nur, dass sie sich vor ihrer Einstellung im Dunkeln ihren Weg durch dieses Gebäude bahnen musste, sondern auch die vielen Gänge und Räume ließen sie am Anfang schnell die Orientierung verlieren. Doch nachdem sie sich erst einmal einen Überblick über das ARC verschafft hatte, war dies auch kein Problem mehr und sie lief nun nicht mehr Gefahr, sich am eigenen Arbeitsplatz zu verlaufen.
Dank Jess hatte sie sich zudem auch sehr schnell einarbeiten und mit dem System vertraut machen können, so dass sie den ADD nun reibungslos bedienen konnte. Genauso wie Lester es sich wünschte und wie es eine wichtige Voraussetzung war, um ihren Job auch gut und einwandfrei ausführen zu können. Nicht nur das hatte ihr den Einstig erheblich erleichtert, sondern auch, dass sie hier so freundlich aufgenommen wurde. Man gab ihr das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Besser hätte sie es beruflich gar nicht treffen können.

Relativ schnell hatte sie nun auch den Weg zum Aufenthaltsraum zurückgelegt, blieb jedoch einen kurzen Moment davor stehen, als sie von innen Stimmen hörte. Über Gesellschaft freute sie sich immer und sie war froh, dass sie ihren Kaffee nicht alleine trinken musste.
Gut gelaunt öffnete sie schließlich die Tür und betrat den Raum, wo bereits drei Personen zusammen saßen und sich unterhielten. Zwei von ihnen kannte sie bereits, während sie sich jedoch nicht daran erinnern konnte, die dritte Person hier schon einmal gesehenzu haben. Gehörte er etwa auch zum Team? Bisher war Joyce immer davon ausgegangen, dass sie zumindest vom Team alle kennen gelernt hatte, aber vielleicht hatte sie sich auch geirrt.
„Hallo Emily, hallo Scarlet. Schön euch zu sehen“, begrüßte sie schließlich die beiden Frauen, ehe sie sich dem Mann zu wandte. „Guten Morgen. Ich glaube, wir kennen uns noch nicht. Zumindest sind wir uns noch nicht über den Weg gelaufen.“ Freundlich lächelnd trat sie auf ihn zu und hielt ihm zur Begrüßung die Hand entgegen. „Ich bin Joyce Cova, freut mich.“

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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   So Sep 30 2012, 09:48

„Ja, klar hast Du hier Gesellschaft, aber …“
Aber in dem Moment hatte er wohl schon selbst verstanden, was sie mit „Gesellschaft“ meinte. Sie merkte, wie er plötzlich, ganz gegen seine sonstige Gewohnheit, unsicher wurde. Sie hatte sich also anscheinend nicht getäuscht.
Emily goss den fertigen Tee in drei große Becher, stellte jedem einen hin, sowie Milch und Zucker daneben und Kekse dazu, die sie aus dem Schrank geholt hatte.
„Naja, ich finde …“
Sie setzte sich auf einen der Sessel, der sich gegenüber der Couch befand, auf der Ethan und Scarlet saßen.
Für einen Moment musste sie wieder an Charlotte denken. Ihre Freundin war bereits so lange tot. Auch wenn er sie geliebt hatte, woran sie inzwischen nicht einen Moment lang zweifelte, er konnte ihr schließlich nicht für immer nachtrauern. Und das hätte sie auch sicher nicht gewollt.
„Ja. Ich finde, Du könntest Dich ruhig mal wieder mit einem Mädchen …“
Einem Mädchen? Okay, er war jetzt Mitte dreißig, da passte die Bezeichnung nicht so wirklich.
„… mit einer Frau treffen.“
Und dann schlug Scarlet auch schon vor, dass sie einmal zu dritt in eine Bar gehen könnten. Eigentlich war die Idee gar nicht schlecht, auch wenn sie selbst im Moment besser keinen Alkohol trinken sollte. Aber in so einer Bar gab es ja bestimmt auch Mineralwasser oder so was in der Art.
„Was meinst Du Ethan? Wenn Du dazu Lust hast, dann würde ich das mit Lester übernehmen … also ihn zu überreden.“
Plötzlich ging die Türe auf und sie drehte schnell den Kopf in die Richtung. Wenn da jetzt Lester, Jenny oder so jemand stand, dann sollten sie vielleicht besser das Thema wechseln. Aber dann sah sie ihre neue Kollegin auf die Sitzgruppe zukommen. Gut gelaunt … sie hatte Joyce in den zwei Wochen, die sie jetzt hier arbeitete, noch nie mit schlechter Laune oder zickig erlebt, was sie sehr an ihr mochte … kam die Koordinatorin zu ihnen herüber, um sie und Scar zu begrüßen und sich auch gleich selbst bei Ethan vorzustellen.
„Hey, Joyce. Komm! Setzt Dich doch zu uns.“ Emily deutete auf den freien Sessel neben dem ihren und beobachtete dabei aus dem Augenwinkel Ethans Reaktion.

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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   So Sep 30 2012, 11:06

Auch wenn sowohl Scarlet als auch Emily sich ganz sicher zu sein schienen, dass er sich wieder einmal mit einer Frau treffen sollte, wusste er nicht, ob er das konnte. Irgendwer hatte ihm mal erzählt, die wahre liebe fürs Leben gäbe es nicht. Und wie konnte es dann sein, dass er genau das erlebt hatte? Er hatte keine Vergleichsbeziehung zu einer anderen Frau, aber die hatte er auch gar nicht gewollt. Nachdem Charlotte gestorben war, hatte er nicht eine Sekunde daran gedacht, sich etwas neues zu suchen, weil das für ihn gleichzusetzen war mit Fremdgehen. Und auch jetzt fühlte er sih nicht gerade wohl bei dem gedanken. Er hatte durchaus mitbekommen, dass es in der Vergangenheit Fälle gegeben hatte, in denen Tote wieder zurück in die Gegenwart gekommen waren. Was, wenn er jetzt eine beziehung zu einer anderen Frau anfing und dann kam Charlotte unerwartet zurück?
Er schaute Emily unsicher an. "Ja, ich... ich meine, rauskommen wäre schon nicht schlecht..." Immerhin war er niemand, der gern tagelang am selben Ort geschweige denn im selben gebäude verblieb, auch wenn er nicht leugnen konnte, dass er es gut hier hatte. Manchmal ging er mit den Tieren auf die Außenanlage, aber das war ja kein Ersatz für die wirkliche freiheit. Immerhin erinnerte ihn eine drei meter hohe Mauer immer noch daran, dass er eingesperrt war.
Dann ging die Tür auf und die junge Koordinatorin kam herein. Er hatte sich die meiste Zeit nicht in der Nähe der Mitarbeiter aufgehalten, sondern war zumeist bei den Tieren gewesen. Die stellten immerhin eher eine bedrohung für ihn dar als anders herum.
Immerhin hatte er noch so viel Anstand, aufzuustehen, bevor er ihr die Hand schüttelte. Für eine Sekunde rang er mit sich. Stellte er sich ihr als Ethan Dobrowski vor, würde sie vermutlich gleich die Flucht ergreifen. Immerhin musste lester oder irgendwer anders ihr gesagt haben, dass sie sich besser vor ihm in Acht nahm. Aber er hasste diese Vorurteile langsam wirklich, immerhin hatte er doch in letzter Zeit niemandem etwas getan.
"Patrick Quinn, freut mich.", lächelte er und schüttelte die angebotene Hand. Der schon so lange nicht mehr benutzte Name fühlte sich merkwürdig auf der Zunge an.

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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Di Okt 09 2012, 21:20

]Scarlet nippte an ihrem Tee, den ihr Emily hingestellt hatte. Sie hörte weiter zu und war eigentlich echt begeistert. Dennoch war sie in Gedanken nicht ganz da. Sie war in Gedanken bei dem Vorfall mit dem Ripper, ohne Ethan wäre sie jetzt sicherlich tot. Sie glitt mit einer Hand an ihrem Körper runter, dort wo sie vor 2 Wochen eine tiefe Wunde hatte.

Als Joyce rein kam wurde sie jäh aus ihren Gedanken gerissen. Sie setzte ein freundliches Lächeln auf und begrüßte sie mit einer Umarmung. Sie war jedes Mal wieder überrascht, wie gutgelaunt Joyce immer sein konnte, jedes Mal wenn man sie sah lächelte sie freundlich. Sie wirkte immer wie die gute Laune in Person. Sie drehte sich wieder zu Emily und fragte: „ Wie wäre es, wenn wir Joyce mitnehmen? Dann lernt sie noch mehr kennen“ Sie drehte sich zu Joyce.“ Hättest du Lust darauf, einen Abend mit Emily, Ethan und mir zu verbringen?“ Sie nahm noch mal einen Schluck aus ihrer Tasse und wartete gespannt ihre Antwort ab.
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Joyce Cova
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Mo Okt 15 2012, 16:15

Einen Moment lang blieb ihr Blick auf Ethans Gesicht hängen, ehe Scarlet auf sie zu kam und Joyce der Zeitreisenden kurzerhand ihre Aufmerksamkeit schenkte. Sie erwiderte freudig ihre Umarmung, bevor sie sich anschließend umdrehte, um die Kaffeemaschine anzustellen und sich eine Tasse aus dem Schrank zu nehmen.
Patrick Quinn. Für einen kurzen Augenblick hatte sie das Gefühl gehabt, ihn schon einmal irgendwo gesehen zu haben. Sein Gesicht kam ihr so bekannt vor, aber sie konnte nicht sagen, woher. Sie war sich so sicher, ihm hier noch nie begegnet zu sein, denn bisher konnte sie allen Kollegen und Personen, die sich hier im ARC aufhielten, eine Tätigkeit, einen Namen oder eine Begegnung zu ordnen.
Aber Patrick Quinn … Nein, der Name sagte ihr definitiv nichts. Wahrscheinlich lag die Begegnung so weit zurück, dass sie sich nicht daran erinnern konnte, vielleicht ist sie ihm früher schon einmal flüchtig über den Weg gelaufen oder sie verwechselte ihn auch einfach nur.

Während der Kaffee durch die Maschine lief, drehte Joyce sich wieder zu den Anderen um, als Scarlet sie geradewegs fragte, ob sie nicht Lust hätte, einen Abend mit den Dreien zu verbringen.
… mit Emily, Ethan und mir …
Irritiert sah die Koordinatorin erst Patrick, dann Emily und schließlich Scarlet an. „Ethan?“ Vielleicht hatte sie sich auch nur verhört oder Scarlet hatte sich einfach vertan, so dass Joyce dem Gesagten einfach zu viel Bedeutung schenkte, aber die Namen kamen so sicher aus ihrem Mund, dass sie sich gar nicht getäuscht haben konnte. Ihr Blick ging fragend zu Patrick rüber. „Hast du nicht eben gesagt, du heißt Patrick?“

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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Mi Okt 17 2012, 21:29

Na, das lief doch schon mal alles ganz gut. Ethan war nicht abgeneigt, zusammen mit ihnen mal wegzugehen und den Vorschlag von Scarlet, dass sie doch Joyce mitnehmen könnten, fand sie auch toll.
„Ja klar, wenn Du Lust hast Joyce. Ich würde mich freuen, wenn Du mitkommst.“
`Und Ethan sicher auch´, grinste sie in Gedanken.
Emily war nicht entgangen, dass er bei ihrer Begrüßung aufgestanden war und sogar gelächelt hatte. Etwas, was bei ihm nicht unbedingt selbstverständlich war, da er sich ihrer Ansicht nach selten um Höflichkeit scherte, und darum was andere von ihm dachten. Und noch etwas war ungewöhnlich. Nämlich, dass er sich bei Joyce mit seinem richtigen Namen, Patrick Quinn, vorgestellt hatte.
Dem Namen, den vielleicht sein Bruder benutzte oder den sie aus taktischen Gründen verwendet hatte, als sie mit Ethan zusammen vor Lester im Atrium gestanden war, aber den er selbst niemals erwähnte.
Vielleicht war das ja der nächste Schritt, um sich von seiner nicht gerade rühmlichen Vergangenheit zu lösen. Oder aber ein Versuch, sie zumindest vor Joyce geheimzuhalten. Wenn das allerdings der Grund war, dann wurde er in dem Augenblick zunichte gemacht, als Scar weitersprach.
… einen Abend mit Emily, Ethan und mir zu verbringen

Kurz hoffte sie, dass die Koordinatorin das vielleicht überhört hatte. Aber nein, da kam auch schon deren Frage.
Hast du nicht eben gesagt, du heißt Patrick?
Irgendwie hatte sie das Bedürfnis, ihm aus der Klemme helfen zu wollen. Kam ja irgendwie nicht ganz so gut, wenn er gleich schon beim Kennenlernen als Lügner dastand. Also musste eine Erklärung her.
Sein Künstlername, ein Pseudonym, sein Name in einem anderen Leben …
`Irgendwie alles Mist´
„Ethan ist sein Name unter uns Zeitreisenden“, beeilte sie sich zu sagen und wurde nicht einmal rot dabei. Schließlich war da ja was Wahres dran. Und wenn Joyce das als Erklärung nicht reichte oder er das Bedürfnis hatte, ihr mehr zu erzählen, konnte er sie ja immer noch über die genauen Hintergründe aufklären.

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Ethan Dobrowski
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Mi Okt 24 2012, 17:38

Ethan - oder Patrick, wie er sich Joyce gegenüber vorgestellt hatte, war einmal mehr froh darum, dass Emily sich auch für eine Notlüge nicht zu schade war. Einen teil der Wahrheit wollte er aber trotzdem aufblitzen lassen.
"Eigentlich heiße ich Patrick Quinn. Es... es war nötig, dass ich meinen Namen gewechselt habe. Ist eine lange Geschichte, aber wenn du meinen Steckbrief am Schwarzen Brett gesehen hast, dann weißt du das meiste, denke ich."
Er schob die Hände in die Hosentaschen und zog die Schultern hoch wie ein Teenager, der zum Rektor bestellt wird.
Dann ließ er sie wieder fallen und schaute abwesend nach oben zu der Kamera, die dort hing, bevor er sich wieder den anderen zuwandte.
"Okay, das Problem ist bloß, dass Lester mich nicht gehen lassen wird. Keine Chance dass er mich zwei Meter aus der Vordertür lässt... Er kann ja das Risiko nicht eingehen, dass ich..." Er biss sich auf die Zunge und beschloss, den Mund zu halten. Joyce musste nicht mehr wissen als unbedingt nötig.

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Joyce Cova
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Mo Feb 18 2013, 21:10

„Ethan … ein wirklich interessanter Name für einen Zeitreisenden“, meinte Joyce schließlich, die sich eines warmen Lächelns nicht erwehren konnte. Endlich ließ sie sich neben Emily auf der Couch nieder, ehe sie einen Schluck aus ihrer Tasse nahm. „Ich bin mir sicher, dass ihr von vielen spannenden Geschichten, die ihr während eurer Reise durch die verschiedenen Zeitepochen erlebt habt, berichten könnt. Bei Gelegenheit müsst ihr mir unbedingt einige davon erzählen“, bat sie und warf einen Blick in die Runde. Doch kaum hatte sie aufgesehen, blieb ihr Blick erneut an Patrick hängen, als er auf den Steckbrief am schwarzen Brett zu sprechen kam.

Das schwarze Brett! - Natürlich. Wie konnte sie das nur vergessen? Das war es, warum er ihr so bekannt vor kam. Ethan Dobrowski - der Name hätte es ihr doch schon verraten müssen! Erfreut musste sie jedoch feststellen, dass der Mann, der ihr gegenüber saß, bei weitem nicht das Gesicht eines Verbrechers hatte und auch die Tatsache, dass jemand wie er am schwarzen Brett hing, beunruhigte sie keineswegs.
Joyce wusste durchaus, dass es ein wenig naiv war, zu glauben, dass man im ARC sicher war, aber in diesem Moment war sie froh, dass sie ihre Zeit nicht darauf verwettet hat, sich die Einzelheiten der Personen am schwarzen Brett durchzulesen. Diese Art von Anklage hing zwar nicht ohne Grund dort und ein James Lester hatte ihr nicht ohne einen Hintergedanken gleich schon am ersten Tag dazu geraten, sich die Gesichter derer einzuprägen, die man wegen ihrer brutalen Taten verurteilte, aber es war ein schönes Gefühl, Ethan ohne jegliche Vorurteile kennengelernt zu haben.

„Wenn ich ehrlich bin, habe ich tatsächlich einen Blick auf das schwarze Brett geworfen, allerdings muss ich zugeben, dass ich dem Ganzen nicht viel Bedeutung geschenkt habe.“ Verlegen legte sie den Kopf zur Seite. „Ich weiß, das klingt nicht gerade vernünftig, aber ich bin froh, dass ich es so getan habe.“ Das Lächeln, welches jetzt ihre Lippen umspielte, hatte etwas wohl wollendes an sich, doch als Ethans Blick zu der kleinen Kamera oben im Raum glitt, wurde sie wieder ernst. „Lester ist also das Problem“, stellte sie schließlich fest und ließ mutlos die Schultern sinken.
Auch Joyce warf jetzt einen Blick auf die Kamera und versank für einen kurzen Moment in Gedanken. „Man könnte die Kameras ganz leicht manipulieren, solange sie nicht über ein System geschützt sind, auf das ich kein Zugriff habe. Aber um ehrlich zu sein, bin ich davon überzeugt, dass da jemand seine Finger im Spiel hat, der weiß, wie einfach man eine solche Technik austricksen kann ...“

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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   Mi Feb 20 2013, 12:04

… ich bin mir sicher, dass ihr viele spannende Geschichten über eure Reisen durch die verschiedenen Zeitepochen zu erzählen habt …
Oh ja, das konnte man wohl sagen. Wenn sie erst einmal mit Erzählen anfangen würden, wären sie nicht so schnell fertig. Allerdings war nicht alles für die Ohren Außenstehender geeignet, wie Emily fand, besonders da sich Ethan gerade zu bemühen schien, von seinem negativen Image loszukommen.
Okay, den Steckbrief am Schwarzen Brett hatte er selbst angesprochen. Das war seine Entscheidung. Allerdings hatte Joyce ihn wohl ohnehin schon gelesen, was sie nicht wirklich wunderte. Bestimmt hatte Lester sie gleich am ersten Tag auf die Steckbriefe, der als gefährlich eingestuften Personen aufmerksam gemacht.
Aber erfreulicherweise schien sich die Koordinatorin nicht so sehr davon beeindrucken zu lassen, wie sie gedacht hatte.
Emily nahm ihre Tasse auf, lehnte sich in dem Sessel zurück und musste über die gerade abgelaufene Szene unweigerlich schmunzeln. Ethan, der auf einmal dagestanden war, wie ein ertappter Schuljunge und die neue Kollegin, die verlegen den Kopf zu Seite legte, wenn sie mit ihm sprach. Vielleicht waren ihre Grübeleien von heute Morgen ja ganz überflüssig gewesen.

Bei Joyces nächsten Worten horchte sie auf.
… man könnte die Kameras ganz leicht manipulieren …
Ja, zutrauen würde sie es der Koordinatorin schon, wenn sie genauso professionell mit der Technik umgehen konnte wie Jess und Connor. Ob das allerdings Lesters Stimmung hob, wenn er durch irgendeinen dummen Zufall davon erfahren sollte, das wagte sie dann doch zu bezweifeln. Wahrscheinlich würde es die Situation für Ethan nicht besser machen, das Gegenteil war eher der Fall. Der Anzugträger würde seinen Freiraum bestimmt wieder stärker einschränken.
Auf der anderen Seite war sie nicht unbedingt jemand, der sich gerne etwas vorschreiben ließ. Und schon gar nicht von irgendwelchen übertriebenen Anweisungen irgendwelcher Bürokraten. Aber sie selbst und Scar würde seine Wut wohl auch am wenigsten treffen, sondern eher die beiden anderen und das war es in ihren Augen nicht wert.
„Naja, Du könntest es probieren“, bestätigte sie den Vorschlag der Koordinatorin, bevor sie sich an Ethan wandte. „Allerdings musst du dir darüber im Klaren sein, dass es ziemlichen Ärger geben wird, wenn Lester Wind davon bekommt. Und ich fürchte nicht nur für dich, sondern auch für Joyce.“
Wenn sie Pech hatte, wäre die Neue dann die längste Zeit hier im ARC beschäftigt gewesen und das lag bestimmt nicht in seinem Interesse. Irgendwie musste das Problem doch auch anders zu lösen sein.

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Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft
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Ethan Dobrowski
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BeitragThema: Re: Eine Frau für Ethan   So Feb 24 2013, 21:42

Leider hatte Emily Recht, das musste Ethan anstandslos zugeben. Sie würden hier nicht herauskommen. Wenn sie einfacj s nach draußen gingen, ohne die kameras zu manipulieren, würde lester sie sehen und vermutlich aufhalten, noch ehe sie eine Chance haben würden, das gebäude zu verlassen. manipulierten sie dagegen die Kameras, würde er auch das merken und da hatte Emily leider recht, dann würde er Joyce mit in etwas hineinziehen, was er gar nicht wollte. Sie würde seinetwegen Ärger bekommen, weil sie ihm helfen wollte.
"Okay, das heißt, wir werden hier bleiben müssen. Oder wir gehen zu Lester und fragen freundlich, ob er mich rauslässt. Vielleicht hat er ja Mitleid.", murmelte er und meinte es nicht einmal ernst, denn ihm war ohnehin klar, dass Lester ihn niemals irgendwo hin gehen lassen würde.
"Okay, dann ist also der ganze schöne Plan nutzlos.", murmelte er, nahm noch einen Schluck von seinem Tee und stellte die Tasse wieder säuberlich mit dem gleichen Abstand zur Tischkante hin wie zuvor.

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Give up your heart left broken.
And let that mistake pass on
Cause the love that you lost wasn't worth what it cost
And in time you'll be glad it's gone.

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