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 01. 11. 2012 - 30. 11. 2012

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BeitragThema: 01. 11. 2012 - 30. 11. 2012   Sa Dez 01 2012, 12:27

Datum real: 1. November – 30. November 2012
Datum inplay: Juni 2015


Was bisher geschah:
Scarlet hat sich spontan angeboten, an Emilys Stelle, gemeinsam mit Ethan, Jack the Ripper in eine Falle zu locken. Nachdem sie Waffen besorgt und sich entsprechend umgezogen hat, machen sich die beiden mit gemischten Gefühlen auf den Weg zum Eastend.
Dorthin schickt Lester auch Captain Becker und seine Männer, nachdem dieser ihm von seiner missglückten Verfolgung des Rippers berichtet und Emily ihm von Ethans Vorhaben erzählt hat. Außerdem weist er den Securitychef an, den Zeitreisenden anschließend zu verhaften, wovor Emily den aber warnen will.
Da das Bewerbungsgespräch mit Joyce inzwischen beendet ist, möchte Lester, dass die beiden Koordinatorinnen so schnell wie möglich den ADD wieder zum Laufen bringen, um größeren Schaden durch eventuell verpasste Anomalien zu verhindern.
Noah sorgt derweil dafür, dass der Andrew wieder in sein Gehege kommt, während Daniel, der inzwischen von Emily erfahren hat, dass er Vater wird, den Elefantenbullen aus dem Fitnessraum abholt.
Auf der Krankenstation hilft Nick der Ärztin Rayann, wobei ihn, durch eine Äußerung von ihr, ein für ihn ziemlich beunruhigender Verdacht beschleicht.

… Fortsetzung

~*~
Nachdem Lester wieder alle an ihre Arbeitsplätze geschickt hat, nimmt Jess ihre neue Kollegin mit ins Atrium, um Joyce deren zukünftigen Arbeitsplatz zu zeigen und vor allem, um das unverzichtbare Herzstück des ARCs, den Anomaliendetektor endlich wieder zum Laufen zu bringen.
Obwohl im Atrium inzwischen schon ein Reinigungsteam damit beschäftigt ist, das von Peanut und dem Andrewsarchus verursachte Chaos zu beseitigen, sind überall noch recht deutlich Blutspuren zu erkennen.
Im Gegensatz zu Joyce, die lieber gar nicht wissen möchte, welches Tier dafür verantwortlich ist, beachtet Jess das Durcheinander überhaupt nicht, sondern steuert sofort auf den ADD zu, um ihrer Kollegin stolz den Hochleistungscomputer zu präsentieren, der ihr ähnlich ans Herz gewachsen ist, wie Männern üblicherweise deren Autos. Zu ihrer Freude stellt sie fest, dass das Gerät nur lahmgelegt und nicht zerstört worden ist, sodass sie, gleich, nachdem sie es wieder hochgefahren hat, eine Übersicht der verpassten Anomalien aufrufen kann.
Joyce gesteht, dass sie sich ihren ersten Arbeitstag etwas anders vorgestellt hat, als es ausgerechnet mit einem Serienmörder aus der Vergangenheit zu tun zu bekommen. Allerdings ist es ihr lieber, so früh wie möglich mit der Realität konfrontiert zu werden, da sie sich an solche Vorkommnisse ohnehin gewöhnen muss, um ihren Job verantwortungsbewusst ausführen zu können.

Während ihres Studiums hat Joyce schon mit den verschiedensten Computersystemen gearbeitet, trotzdem ist sie von dem Anblick des ADDs begeistert und erkennt gleich, dass er mit der neuesten und modernsten Technik ausgestattet ist. Als dann die Karten von Großbritannien und allen Kontinenten nach und nach auf den Bildschirmen auftauchen, kaum dass der ADD wieder zum Leben erwacht ist, identifiziert Jess in kürzester Zeit die verpasste Anomalie, durch die der Ripper in die Gegenwart gekommen sein muss. Dabei stellt Joyce beeindruckt fest, dass auch die genauen Koordinaten, die Größe der Zeitportale, die Distanz zum ARC, sowie die dortige Bevölkerungsdichte angezeigt werden, und kann ihre Faszination nur schwer verbergen. In dem Zusammenhang beschäftigt sie vor allem die Frage, wie lange die Existenz der Anomalien schon bekannt ist, dass das Team Zeit gehabt hat, den ADD zu ihrer Ortung zu entwickeln.
Jess kann ihr Erstaunen über diese Flut an präzisen Informationen gut nachvollziehen und ist sich der Verantwortung, die bei den Einsätzen dadurch bei ihnen als Koordinatoren liegt, durchaus bewusst. Sie erklärt Joyce, dass diese Phänomene schon seit prähistorischer Zeit auftauchen und dem Team seit etwa acht Jahren bekannt sind, sie selbst allerdings erst später dazugestoßen ist. Als ihre Kollegin daraufhin versucht, sich vorzustellen, wie ahnungslose Zivilisten wohl reagieren würden, wenn sie plötzlich einem prähistorischen Tier oder einer Anomalie gegenüberständen, wird bewusst, welche Vorteile ihnen dieses hoch technisierte Gerät bietet, indem sie in der Lage sind, die Zeitportale frühzeitig zu orten.

Noch während die beiden Frauen ihre ganze Aufmerksamkeit dem ADD widmen, trifft auch Noah, auf seiner Suche nach den beiden noch frei herumlaufenden Diictodons, im Atrium ein. An dem hellerleuchteten Monitor des ADDs erkennt er, dass zumindest in einem Teil des ARCs die Stromversorgung wieder funktioniert und hofft, dass sich dieser Zustand möglichst bald auch auf die restlichen Bereiche, insbesondere die Tiergehege ausdehnt, da er keine Lust hat, noch einmal Jagd auf den Andrewsarchus machen zu müssen. Aber zu seiner großen Erleichterung erfüllt sich dieser Wunsch kurz darauf.
Als er sich Jess und Joyce zuwendet, entdeckt er einen der vermissten Diictodons, der schwanzwedelnd zwischen den beiden Frauen steht und neugierig zu dem Bildschirm des ADD hochschaut. Er kann sich bei dem Anblick ein Schmunzeln nicht verkneifen, warnt die Koordinatorinnen aber, damit sie sich nicht erschrecken.
Widererwarten reagiert Jess allerdings entzückt, auch wenn sie findet, dass das wie eine Kreuzung aus Nacktmull und Hamster aussehende Tier nicht besonders hübsch ist. Joyce, die eher Vergleiche mit einem Reptil in Terriergröße anstellt, erschrickt zwar kurz, aber dann siegt doch ihre Neugierde über das ihr unbekannte Tier.
Dr. Trapp bestätigt ihre Vermutung, dass es sich bei dem Diictodon um ein urzeitliches Tier handelt, das aus dem Perm stammt. Durch den Beruf seiner Mutter, schon seit seiner Kindheit mit der heutigen Tierwelt bestens vertraut, hat er in dem Jahr, das er inzwischen im ARC arbeitet, unzählige einschlägige Literatur gewälzt und sich so nach und nach auch das Wissen über die verschiedenen Zeitepochen und deren Fauna angeeignet, was Jess ziemlich beeindruckt.

Plötzlich kommt Noah aber ein ganz anderer Gedanke in den Sinn. Er macht sich nämlich langsam Sorgen um seine Schwester Saichania, von der er seit Beginn des Stromausfalls nichts mehr gehört hat. Da die Blackboxen inzwischen auch wieder funktionieren müssten, fragt er Jess, ob sie für ihn versuchen könnte, seine Schwester zu erreichen, aber die Koordinatorin hört seine Frage gar nicht und plappert schon wie üblich munter weiter. Sie möchte von Noah wissen, ob er schon mitbekommen hat, wer durch eine Anomalie in die Gegenwart gekommen ist. Bevor sie allerdings den Namen nennt, stoppt sie erschrocken, da sie sich nicht mehr erinnern kann, ob Lester etwas von Geheimhaltung gesagt hat oder nicht. Aber Noah ist schon hellhörig geworden und fordert sie neugierig auf, ihr jetzt auch den Rest zu erzählen.

~~~
Zur gleichen Zeit redet sich Nick auf der Krankenstation ein, dass es sicher nur ein Zufall ist, dass Rayanns früherer Hund den gleichen Namen gehabt hat, wie der von Taylor, die er und Stephen vor sieben Jahren aus dem Silur gerettet hat. Ihm ist bewusst, dass er die Ärztin nicht so einfach auf seinen Verdacht hin ansprechen kann, ohne sie total zu verwirren, zumal das altersmäßig auch nicht ganz hinkommt. So lässt er die Angelegenheit erst einmal auf sich beruhen und wendet sich wieder Stephen zu, als er merkt, dass der ihn beobachtet. Da er meint, dessen Gedanken zu kennen, gibt er ihm durch einen Händedruck auf dessen Schulter zu verstehen, dass alles in Ordnung ist und die Sache mit Helen schon lange nicht mehr zwischen ihnen steht.

Rayann bemerkt die Vertrautheit zwischen den beiden Männern und muss sich eingestehen, dass sie trotz der Einsicht in die Akten aller Mitarbeiter, noch lange nicht alles über ihre Kollegen zu wissen scheint. Genauso wie ihr auffällt, dass sich Nicks Mimik nach ihrer Antwort von vorhin plötzlich verändert hat, auch wenn sie sich den Grund dafür nicht erklären kann. Mit einem Mal fühlt sie sich extrem unwohl und beschließt deshalb, sich auf die Behandlung Stephens zu konzentrieren und sie so schnell wie möglich abzuschließen.
Als sie seinen Rücken im Schein der Taschenlampe ableuchtet und abtastet, diagnostiziert sie neben ein paar hässlichen blauen Flecken auch gleich drei verschobene Wirbel. Sie ist froh, dass sie durch ihre frühere Tätigkeit als Sportärztin ausreichende Erfahrung mit solchen Verletzungen hat und so weist sie Nick kurz ein, damit der weiß, wo er zupacken muss, um ihr zu helfen. Dabei wird dem wieder einmal ziemlich deutlich bewusst, warum er sich nie für einen medizinischen Beruf interessiert hat. Trotzdem versucht er, ihr so gut wie möglich zur Hand zu gehen und hält Stephen während der schmerzhaften Prozedur mit seinem ganzen Gewicht auf der Tischplatte fest. Dank ihrer Übung, kann Rayann die Wirbel dann aber mit wenigen Handgriffen in ihre Position zurückdrücken.
Stephen gelingt es daraufhin, sich langsam aufzurichten und schafft es auch schon wieder zu scherzen, als er Dr. Jordan bittet, noch nach seinem Handgelenk zu sehen, da er es sich bei dem Versuch, sie als Landeplatz zu benutzen, wohl verstaucht hat.

Während er der Ärztin seine Hand hinhält, trifft sein Blick auf den von Nick und Cutter erkennt, dass sein Freund bei der Erwähnung des Namens Sprat wohl ebenfalls hellhörig geworden ist. Im Gegensatz zu ihm spricht Stephen den Teamleiter aber auf seine Gedanken an und will wissen, ob er über das nachdenkt, was Ray vorhin gesagt hat. Nick weicht jedoch aus, da er nicht vorhat, noch eine dritte Person über das Claudia-Brown-Phänomen aufzuklären und damit zu verwirren. Außerdem ist er sich sicher, dass sie ihm ohnehin nicht glauben würde.
Sein Zögern trägt allerdings nicht gerade dazu bei, Rays beklemmendes Gefühl zu beseitigen. Während sie in ihrem geordneten Chaos nach einer Salbe und einer Bandage für Stephens Hand sucht, hält sie ihre Neugierde nicht mehr aus und spricht die beiden Männer auf ihr seltsames Verhalten an. Sie fordert sie auf, ihr ins Gesicht zu sagen, wenn sie etwas falsch gemacht haben sollte. Genau in dem Moment, als sie die beiden leicht gereizt anfunkelt, springt das Deckenlicht wieder an und beleuchtet so ihre nicht gerade freundliche Mimik.
Nick beruhigt sie daraufhin, dass sie nichts falsch gemacht hat, fühlt sich in der unerwarteten Helligkeit in dem kleinen Raum aber plötzlich ziemlich beengt und so verabschiedet er sich von den beiden, um an die frische Luft zu gehen.

~*~
Im Eastend überlegen Scarlet und Ethan inzwischen, wie sie den Ripper jetzt überhaupt finden sollen. Die junge Frau weiß, dass sich dieser Stadtteil von London seit dem 19. Jahrhundert nicht sehr verändert hat und der Gesuchte sich in den verwinkelten Straßen überall versteckt haben kann und auch keine Schwierigkeiten haben würde, sie im Falle einer Verfolgung abzuhängen. Ein zusätzliches Problem könnte es außerdem werden, ihr Vorhaben vor der Bevölkerung geheimzuhalten.
Ethan hört ihr bei ihren Ausführungen zwar zu, aber immerhin ist er derjenige, der sich zumindest ansatzweise in die Lage des Mörders hineinversetzen kann und so ist er sich sicher, dass der Ripper früher oder später trotz seiner Ortskenntnis auffallen wird. Und sei es nur durch seine andere Sprachweise oder die veraltete Kleidung.

Noch ist in diesem Stadtteil nicht sehr viel los, trotzdem bemerkt Ethan schon einige Damen, die mit ziemlicher Sicherheit in Jacks Zielgruppe fallen. Als ihnen drei Wasserstoffblondinen entgegenkommen, denkt er gar nicht daran, Platz zu machen und wird von ihnen angerempelt. Im Gegensatz zu Scarlet, die sich einen süffisanten Kommentar nicht verkneifen kann, ignoriert er den ihm geltenden spöttischen Blick und das hysterische Lachen der Frauen.
Während ihn seine Begleiterin von dort wegzieht, kann Ethan ihr einige Fakten über die Vorgehensweise des Serienmörders erzählen, da ihn die Geschichten über Jack the Ripper schon in der Schule interessiert haben. Daraufhin schlägt Scarlet vor, sich ein Zimmer zu besorgen, in dem er sich verstecken soll, bevor sie den Ripper dorthin lockt. Gesagt, getan, kauft sie eine Zeitung und wird dort auch fündig. Sie entdeckt eine Annonce für ein ideal gelegenes Zimmer in der Nähe vieler kleiner Gassen.
Gerade als Scarlet den Vermieter anruft, um es unter falschem Namen zu mieten, glaubt sie ihren Augen nicht zu trauen. Wieder zieht sie Ethan in eine der Gassen, wo sie ihn an die Wand presst und auffordert still zu sein, was der sich nur widerwillig gefallen lässt. Perplex, dass das jetzt doch so schnell ging, hört er ihr zu, als sie ihm berichtet, dass sie den Ripper entdeckt hat. Wie geplant geht er in das Zimmer vor, während sie ihr „Opfer“ dorthin locken will.

Frances J. Tumblety alias Jack the Ripper, streift inzwischen suchend durch die Gassen und bei dem Verlangen, jemanden umzubringen, prickelt es ihm in den Fingern. Aber noch hat er das richtige Opfer nicht gefunden. Dann entdeckt er jedoch plötzlich eine Frau, die sich von den anderen Prostituierten abhebt und ihn kurz darauf lächelnd anspricht. In dem Moment ist ihm klar, dass er soeben sein nächstes Opfer gefunden hat, und folgt ihr wortlos auf ihr Zimmer, ohne zu ahnen, dass er geradewegs in eine Falle tappt.

Eigentlich hatte er sich noch mit den Räumlichkeiten vertraut machen wollen, da hört Ethan plötzlich Geräusche von draußen und schafft es gerade noch rechtzeitig, sich in dem Schrank zu verstecken, bevor sich die Türe öffnet und seine Verbündete mit dem Ripper hereinkommt.
Kaum hat Scarlet die Tür wieder hinter sich abgeschlossen, packt Francis sie, noch bevor sie sich umdrehen kann, und beginnt sie zu würgen. Während er sie auf den Boden drückt und sein langes Arztmesser zieht, fordert der Mörder sein Opfer auf, sich zu wehren.

~*~
Währenddessen ist Emily auf dem Weg zum Ausgang, um ihren Plan, Ethan vor Becker und seinen Soldaten zu warnen, umzusetzen, ohne dabei beobachtet zu werden.
Sie hat es nicht besonders eilig, da sie weiß, dass ihr noch genügend Zeit bleibt, bis der Captain das Eastend erreicht. Außerdem hat sie so noch die Gelegenheit sich klar darüber zu werden, ob ihr Vorhaben auch wirklich richtig ist und was Lester und Daniel wohl dazu sagen würden, wenn sie es wüssten. Sie kommt zu der Erkenntnis, dass zumindest ihr Chef besser nichts davon erfahren sollte.
Bis sie Vor dem ARC ankommt, ist sie dann aber fest entschlossen, trotzdem genau das zu tun, was sie selbst für richtig hält. Ethan hatte aus irgendeinem Grund dafür gesorgt, dass sie nicht in Gefahr geriet und so würde sie sich jetzt dafür revanchieren. So, wie sie es schon beim Time Tribe immer gemacht hatten, auch wenn sie sich da nie besonders gut hatten leiden können.
Im Schreiben einer SMS nicht wirklich geübt, dauert es etwas, aber dann hat Emily die Nachricht endlich eingetippt und kann die Warnung an Ethan absenden. Jetzt muss er selbst versuchen, das Beste daraus zu machen, da alles Weitere nun nicht mehr in ihrer Hand liegt.
Sie geht zurück in das Gebäude und beschließt spontan, die Krankenstation aufzusuchen, um Rayann zu bitten, sie zu untersuchen und ihre Vermutung zu bestätigen.

~*~
Im Eastend sitzt Ethan in der Dunkelheit des Schrankes und wartet auf seinen Einsatz, als er von draußen Geräusche eines Gerangels hört. Allerdings wird er abgelenkt, als genau in dem Moment sein Handy vibriert. Zunächst hat er Danny in Verdacht, sieht dann aber eine ihm völlig unbekannte Nummer. Anhand des warnenden Textes wird ihm klar, dass sie von Emily sein muss. Die immer beängstigender klingenden Geräusche von draußen lassen ihm jedoch keine Zeit, ihr zu antworten. Er weiß, dass er jetzt sofort eingreifen muss.

Als er die Schranktür öffnet, sieht er den Ripper über der am Boden liegenden Scarlet knien, die sich heftig wehrt. Er wirft sich, ohne groß nachzudenken und ungeachtet des langen Messers in Jacks Hand auf den Mörder, um ihn von seinem Opfer herunterzuzerren.
Überrascht von dem plötzlichen Stoß, aber auch wütend, da er erkennt, dass er in eine Falle getappt ist, versucht Jack den Angreifer von sich herunterzuwerfen. Als ihm das nicht sofort gelingt, sticht er Ethan mit seinem Messer zunächst ins Bein. Nachdem der Ripper sich dann endlich von seinem Widersacher befreit hat, schießt er nach vorne und stößt ihm die lange Klinge in die Schulter, worauf der Zeitreisende mit einem schmerzerfüllten Schrei zu Boden geht.
Blutbesudelt, aber mit sich zufrieden, steht der Ripper auf und will sich wieder Scarlet zuwenden, die sich inzwischen von seiner Würgerei erholt und entsetzt seinen Angriff auf Ethan beobachtet hat. Dafür, dass sie ihn hereingelegt hat, will er sie jetzt besonders leiden lassen. Während er sie rasend vor Wut attackiert, ihr dabei zwar hauptsächlich oberflächlichere Schnittwunden zufügt, einmal aber auch direkt in den Bauch trifft, bemerkt er nicht, wie sie langsam einen Arm freibekommt, mit dem sie ihm das Messer aus der Hand schlägt.

Während sie eine Hand auf die stark blutende Wunde am Bauch presst, sucht sie mit ihren Augen panisch das Zimmer nach den mitgebrachten Waffen ab. Die eine befindet sich in dem olivgrünen Parka, der an der Türe liegt, zu dem ihr der Ripper aber den Weg versperrt. So hofft sie, dass sich Ethans EMD noch im Schrank befindet, und zieht sich über den Boden dorthin.
Ethan dagegen weiß, dass sich die Waffe tatsächlich dort befindet, da er sie da hat liegenlassen, als er, ohne zu überlegen, den Ripper angegriffen hat, statt ihn mit der EMD niederzuschlagen. Ein folgenschwerer Fehler, wie er inzwischen einsehen muss. Auch er schiebt sich auf den Schrank zu und kann die Waffe schließlich an sich nehmen. Trotz starker Schmerzen zielt er auf Francis und drückt, ohne zu zögern, auf den Auslöser.
Scarlet sieht den Ripper langsam umfallen und ist froh, lebend aus dieser Sache herausgekommen zu sein, wobei sie sich sicher ist, dass sie das nur Ethans schnellem Eingreifen zu verdanken hat. Allerdings haben sie beide viel Blut verloren und sind kurz davor das Bewusstsein zu verlieren. Trotzdem realisiert sie noch, dass den Schuss bestimmt jemand gehört hat und sie deshalb dringend hier weg und vor allem zu einem Arzt müssen.

Inzwischen hat auch Becker mit seinen Männern das Eastend erreicht. Noch während sie die kleinen Gassen nach dem Ripper absuchen, hören sie den Schuss. Als die Soldaten die Wohnung stürmen, bietet sich ihnen ein erschreckendes Bild. Überall Blut, Scarlet und Ethan, beide verletzt und kurz davor, ohnmächtig zu werden und Jack the Ripper, der, offensichtlich tot, am Boden liegt. Nachdem sich Becker davon überzeugt hat, dass es sich bei dem Mann tatsächlich um den Mörder aus dem 19. Jahrhundert handelt und der seinen Tod nicht nur vortäuscht, verteilt er seine Männer. Die beiden Verletzten müssen notdürftig verbunden und die Blutspuren beseitigt werden. Außerdem muss sich jemand um die Leiche des Rippers kümmern.
Dem Captain ist klar, dass sie die Tatsache, dass Jack the Ripper nun niemandem mehr gefährlich werden kann, nur dem Umstand verdanken, dass der sich in der Gegenwart wohl doch nicht so gut ausgekannt hat wie befürchtet, als auch Ethans Plan, wobei ihm nicht ganz klar ist, wie der zustande gekommen war. Er ist sich aber auch bewusst, dass es unter Umständen fatale Folgen haben könnte, wenn noch mehr solcher Serienkiller durch eine der Anomalien kommen würden.

Nachdem er alles organisiert hat, erinnert sich Becker an Lesters Befehl und verhaftet Ethan. Der hat sich zwar anstandslos verbinden lassen, da er keinen Wert darauf legt, zu verbluten, aber als er jetzt ins ARC gebracht werden soll, leistet er heftige Gegenwehr, weiß er doch genau, dass er dieses Gebäude nicht mehr so schnell verlassen wird, wenn Lester ihn in die Finger bekommt.

~*~
Nachdem Connor es vor Kurzem auch endlich ins ARC geschafft hat und dabei von der Dunkelheit im gesamten Gebäude überrascht worden war, will er im Atrium nach der Ursache dafür suchen. Aber gerade, als er durch die Gänge rennt, die, wie er fälschlicherweise vermutet, Richtung Hauptraum führen, geht das Licht wieder an. Geblendet von der plötzlichen Helligkeit, taumelt er fast blind weiter und prallt mit Nick zusammen, der soeben die Krankenstation verlässt und, in Gedanken noch mit seiner Unterhaltung mit der Ärztin beschäftigt, ebenfalls nicht auf den Weg achtet. Durch die Wucht des Aufpralls zu Fall gebracht, sitzt er nun vor dem Teamchef auf dem Boden und schmollt. Zum einen, weil ihn, wie er erkennen muss, sein Orientierungssinn verlassen hat und zum anderen, dass seine zwei Wochen lange Erfolgsquote in Nichts umrennen, anschießen oder in die Luft jagen nun wieder zunichtegemacht ist.
Nick, der Connor hoch hilft, ist der festen Meinung, dass er den Stromausfall behoben hat, aber der muss gestehen, dass er damit nichts zu tun hat und eigentlich auch gar nicht genau weiß, was überhaupt los ist. Verwundert, wo Connor die ganze Zeit gesteckt haben mag, dass er von alldem nichts mitbekommen hat, klärt Cutter ihn über die Ereignisse der letzten Stunden auf und sie sind sich darüber einig, dass dann nur Jess den ADD wieder zum Laufen gebracht haben kann, da sich sonst niemand mit dem Gerät auskennt.
Connor befürchtet jedoch, dass Lester bestimmt wieder ihn für die Panne verantwortlich macht, obwohl er diesmal gar nicht im Haus war, als es passiert ist, was seinen Chef aber sicher wie üblich nicht interessieren wird.

Von den beiden unbemerkt, hat sich inzwischen ein Fremder Zutritt in das ARC verschafft, das er schon seit ein paar Tagen beobachtet und nur auf eine günstige Gelegenheit gewartet hat, um hineinzukommen. Etwas irritiert, dass er das Gebäude ohne große Probleme hatte betreten können, hat Phil Jackson schnell gemerkt, dass er diesen Umstand nur einem Stromausfall, dem anscheinend auch die Türverriegelungen zum Opfer gefallen waren, zu verdanken hat. Seither schleicht er vorsichtig durch die Gänge, bis er plötzlich Stimmen hört, die ihm irgendwie bekannt vorkommen. Als er neugierig um eine Ecke späht, entdeckt er zu seiner Überraschung zwei Männer, die er beide von der Central Metropolitan University her kennt. Connor war einer seiner Mitstudenten und Cutter einer der Professoren gewesen. Leise will er sich zurückziehen und einen anderen Weg suchen, da stößt er gegen einen der Spinte, die dort herumstehen.

Nick, der Connor gerade vom Auftauchen Jack the Rippers erzählt, hört das laute Scheppern. Er vermutet, dass noch eines der Tiere frei herumläuft, und geht nachschauen. Als er um die Ecke biegt, entdeckt er jedoch kein Tier, sondern Phil. Irgendwie meint er sein Gesicht zu kennen, kann sich aber im Moment nicht erinnern woher. Misstrauisch möchte er von dem Mann wissen, wer er ist und was er hier will, schließlich weiß er aus Erfahrung, dass das genauso gut Ethan in Verkleidung sein könnte. Wäre ja nicht das erste Mal.
Connor, der Nick gefolgt ist, erkennt in Phil seinen Studienkollegen von früher wieder und wundert sich über das unerwartete Wiedersehen. Als er seinen Namen nennt, kann sich schließlich auch der Professor erinnern. Seine Vorlesungen waren, wenn er sie denn mal gehalten hat, nie übermäßig stark besucht gewesen und Phil Jackson war der Studenten, der bei Diskussionen immer alles hatte besser wissen wollen.

Phil merkt, dass er versuchen muss, das Beste aus der Situation zu machen und erzählt den beiden in Kurzfassung, wie es ihm gelungen ist, in das Gebäude zu kommen. Aber statt zu beantworten, was er hier will, möchte er wissen, was die Funktion dieses „komischen Ladens“ ist.
Diese abfällige Bemerkung macht ihn Cutter nicht gerade sympathischer und der gibt ihm dann auch nur eine abweisende Antwort, bevor er seine eigene Frage wiederholt, was er hier will.
Auch für Connor macht es im Moment keinen Unterschied, ob sie sich nun kennen oder nicht, ein Eindringling ist Phil allemal. Und da er außerdem inzwischen gelernt hat, dass man sich mit Cutter in bestimmten Situationen besser nicht anlegt, hält er sich dezent zurück.
Schließlich gibt Phil zu, zwar Kontakt zu Philipp Burton zu haben, dass der ihm aber nicht viel erzählt hätte. Dass sie sich so gut kennen, dass sie sogar zusammen Schach spielen und über ihre neuesten Theorien diskutieren, verschweigt er lieber. Burton war es dann auch gewesen, der ihm vorgeschlagen hat, sich das ARC einmal anzuschauen und dass er, als eine Art Test, versuchen solle, alleine in das Gebäude zu kommen.
Da Phil Cutters Antipathie ihm gegenüber bemerkt, fragt er, wie Burton ihm aufgetragen hat, nach Lesters Büro, um möglichst schnell von ihm wegzukommen.

Nick bleibt jedoch weiterhin skeptisch und überlegt, dass Helen immerhin Philipp Burton kennt und der wiederum Phil. Er ist sich allerdings nicht sicher, ob das alleine ausreicht, um ihn zu verdächtigen, für den Stromausfall verantwortlich zu sein. Dagegen würde sprechen, dass er zugegeben hat, Burton zu kennen.
Da kommt es ihm gerade recht, dass der Eindringling ihn nach Lesters Büro fragt und will ihn dort hinbringen.
Bei der Erwähnung von Philips Namen muss Connor schwer schlucken, als er daran denkt, was sie ihm, im negativen Sinne, alles zu verdanken haben. Zu Lester zu gehen, hat er allerdings auch keine gesteigerte Lust, da ihn dort bestimmt ein Anschiss erwartet, aber da er Cutter vertraut und sich auf ihn verlässt, schließt er sich den beiden schließlich doch an.
Durch das plötzliche und unerwartete Auftauchen seines ehemaligen Kommilitonen wird ihm aber auch bewusst, dass er selbst, durch den Abbruch seines Studiums zugunsten seiner Beschäftigung im ARC, weder eine abgeschlossene Ausbildung, noch sonst irgendeinen Abschluss hat. Ironisch stellt er fest, dass er eigentlich ein Nichts ist, allerdings eines, das dabei hilft, dass sich niemand von ihnen selbst umbringt, während sie die Menschheit retten.
~~~
Auf ihrem Weg zur Krankenstation überlegt Emily, was sie dort womöglich erwarten könnte. Denn obwohl sie jetzt schon seit anderthalb Jahren in der Gegenwart lebt, gibt es doch immer wieder Dinge, die für sie noch neu sind. Allerdings vertraut sie Dr. Jordan voll und ganz. Die Tatsache, dass sie wahrscheinlich schwanger ist, ohne verheiratet zu sein, bereitet ihr dagegen kein Kopfzerbrechen, wie das in ihrem früheren Leben, in der viktorianischen Zeit, bestimmt der Fall gewesen wäre. Und so hofft sie, dass die Krankenstation inzwischen leer ist und Rayann Zeit für sie hat.

Noch immer durch Nicks sonderbares Verhalten verunsichert, da sie nicht glaubt, dass der ihr die Wahrheit gesagt hat, schreckt die Ärztin hoch, als Emily plötzlich in der Türe steht und sie anspricht. Deren Angebot, ihr beim Aufräumen zu helfen, als sie das Durcheinander in dem Untersuchungsraum sieht, lehnt sie jedoch sofort vehement ab und beseitigt, nachdem sie Stephen entlassen hat, mit wenigen Handgriffen schnell die gröbste Unordnung, um sich dann in Ruhe mit ihr zu unterhalten.
Auf ihre besorgte Frage, ob sie verletzt oder krank sei, bekommt Rayann dann allerdings eine völlig unerwartete Antwort. Emily erklärt ihr, dass und warum sie denkt, schwanger zu sein und das ist etwas, mit dem die Ärztin nun gar nicht gerechnet hätte. Besonders wenn sie berücksichtigt, aus welcher Zeit und vor allem aus welcher Gesellschaftsschicht Emily kommt und wie man früher mit so etwas umbegangen war, hätte sie die Zeitreisende nicht so offen eingeschätzt. Aus ihrem zunächst verdutzten Gesichtsausdruck wird jedoch schnell ein ehrliches Lächeln. Aber gerade, als sie ihr antworten will, sind vor der Türe laute Stimmen zu hören und kurz darauf wird sie auch schon aufgestoßen.

Entsetzt beobachten Rayann und Emily, die gerade noch zur Seite ausweichen kann, wie Scarlet und Ethan blutverschmiert und nur notdürftig verbunden von ein paar Soldaten ziemlich respektlos in den Raum geschleppt werden. Noch immer stemmt sich Ethan mit aller Macht dagegen an, was bei dem Captain aufgrund seiner körperlichen Verfassung auf ziemliches Unverständnis stößt. Aber gegen die zahlenmäßige Überlegenheit von Beckers Männern nutzt ihm alles Sträuben und Schimpfen nichts, zumal ihn seine Verletzungen an der Schulter und am Bein, das immer wieder wegknickt, behindern.
Als Ethan dann durch die Anwesenheit der beiden Frauen kurz abgelenkt wird, nutzen zwei der Soldaten die günstige Gelegenheit und legen ihn rücklings auf eines der Betten, an dem sie ihn zusätzlich noch mit Gurten fixieren. Sehr zum Missfallen von Rayann und Emily, die das Geschehen fassungslos verfolgen.
Dr. Jordan, der gar keine Zeit bleibt, sich darüber zu wundern, was Ethan wieder in der Gegenwart macht und was sie in der letzten Zeit anscheinend noch alles verpasst hat, nimmt dann auch kein Blatt vor den Mund, als sie Becker und seine Männer aufgrund dieser menschenverachtenden Behandlung lautstark zusammenstaucht. Inzwischen ebenfalls wütend, versucht der Captain sich damit zu rechtfertigen, dass er keine andere Wahl hat, wenn er verhindern will, dass Ethan schon wieder türmt, was die Sache auch nicht besser machen würde, da er auf der Flucht verbluten könnte. Aber auch dieser Einwand beeindruckt Rayann herzlich wenig und sie droht ihm an, ihn beim nächsten Mal genauso festzubinden, wenn er verarztet werden muss, was schließlich oft genug vorkommt. Schließlich baut sie sich vor Becker auf und verlangt von ihm, seine, wie sie sich aufgebracht ausdrückt, „Idioten“ sofort von der Krankenstation zu jagen. Außerdem will sie ihn persönlich dafür verantwortlich machen, wenn einer der beiden Patienten sterben sollte.

Erstaunt verfolgt Emily den Wutausbruch der Ärztin, die sie so noch nie erlebt hat, muss ihr aber recht geben, dass man einen Verletzten so nicht behandelt. Auf der anderen Seite wissen im Grunde genommen aber beide Frauen, dass Becker auch nur seinen Job macht.
Bevor Emily Rayann fragen kann, ob sie nicht auch besser gegen sollte, statt im Weg rumzustehen, wendet die sich schon Ethan zu. Da sie sich sicher ist, dass die Soldaten ihn auch ohne Fesseln nicht entkommen lassen werden, so wie sie ihn bis jetzt behandelt haben, und er es mit seinen Verletzungen ohnehin nicht bis zur Tür schaffen würde, löst Dr. Jordan die Gurte einfach wieder, da sie sonst keine Chance hat, an die Wunde der Schulter zu kommen.
Ethan, der mit so einer freundlichen Behandlung gar nicht gerechnet hätte, nimmt das überrascht, aber auch dankbar zur Kenntnis, da die Schmerzen sofort erträglicher werden. Als er sie anschaut, während sie ihm hilft sich aufzusetzen, ist er sich plötzlich sicher, sie von irgendwoher zu kennen. Schließlich fällt ihm ein, dass er sie im Kongo schon einmal gesehen hat, als er dort auf eines der Teams gestoßen war.
Obwohl er Ärzte über alle Maßen hasst, sieht er ein, dass es besser wäre, sich hier behandeln zu lassen, wenn er die Beweglichkeit seiner Schulter nicht für immer einbüßen möchte. Da er das auf keinen Fall riskieren will, protestiert er auch nicht, als Dr. Jordan Emily bittet, ihr zu helfen und mit ein paar Mullkompressen die Wunde zu komprimieren, damit sie sich zunächst einmal um Scarlet kümmern kann.
Emily merkt zwar, dass es ihr schon wieder schlecht wird, als sie das Blut riecht, unterdrückt aber die Übelkeit und übernimmt, um was Ray sie gebeten hat, da sie sieht, wie schlecht es der blonden Frau geht.

Scarlet hängt zwischen den beiden Soldaten, die sie hereingebracht haben, ist leichenblass und kurz davor, bewusstlos zu werden. Als Dr. Jordan sie untersucht und dabei die Schwere ihrer Verletzungen feststellt, fordert sie Becker auf, sie unverzüglich ins Städtische Krankenhaus zu bringen, da ihr hier die Mittel fehlen, um sie adäquat behandeln zu können, worauf der auch sofort ein paar seiner Männer abkommandiert. Der Captain selbst bleibt allerdings da und lässt Ethan und die beiden Frauen nicht aus den Augen, worauf der Verletzte ihm versichert, dass er schon nicht abhauen wird. Wenn er könnte, würde er ja schon, da er jedoch seinen Arm im Moment nicht bewegen kann, bleibt ihm gar keine andere Wahl als hierzubleiben und da ist es von Vorteil, dass sich die Ärztin und Emily so für ihn einsetzen.

Während sie darauf warten, dass Rayann wieder Zeit hat, presst Emily die Kompressen fest auf Ethans Wunde und fühlt sich an ihre Zeit beim Time Tribe erinnert, als er schon einmal kurz davor gewesen war, zu verbluten. Damals hatten sie weder einen Arzt und noch die nötigen Mittel zur Verfügung gehabt, sondern nur das, was die Natur ihnen bot. Sie weiß, dass er hier bestens versorgt und es auch diesmal überleben wird. Mehr Sorgen macht sie sich um Scarlet und damit steht sie nicht alleine da. Auch Ethan ist sich bewusst, dass sie sehr schwer verletzt ist, woran er sich nicht ganz unschuldig fühlt, weil er zu unüberlegt an die Sache herangegangen war. Insgeheim ist er froh darüber, Emily nicht mitgenommen zu haben, da er sie jetzt nicht verletzt hier liegen sehen wollte.
Die macht sich allerdings Vorwürfe, dass nun womöglich jemand anderes sterben muss, obwohl es ursprünglich ihr Plan gewesen war. Nachdem dabei aber offensichtlich alles schiefgelaufen war, war nur schieflaufen konnte, und selbst ihre Warnung nicht hat verhindern können, dass Ethan jetzt wieder im ARC ist, hofft sie, dass die beiden wenigstens den Ripper stellen konnten, damit nicht alles umsonst war. Aber in dem Punkt kann Ethan sie beruhigen und er gibt ihr einen kurzen Bericht über die Geschehnisse im Eastend.

Inzwischen hat Rayann eine Spritze mit lokalem Betäubungsmittel aufgezogen, um Ethan damit wenigstens die größten Schmerzen zu nehmen, wenn sie sich jetzt um die Versorgung der Wunde kümmert. Sie weiß, dass er nicht ganz ungefährlich ist, versucht aber, es sich nicht anmerken zu lassen. Gerade als Ethan nachzählt, sein wievieltes Opfer der Ripper gewesen ist, kommt sie zu den beiden zurück und spritzt ihm, ohne sich dabei von seinem Knurren beeindrucken zu lassen, das Mittel in die Wundränder und den Muskel. Während die Schmerzen in seiner Schulter recht schnell abklingen, stellt Ethan den beiden Frauen die Frage, die ihn im Moment am meisten beschäftigt. Ob Scarlet auch wieder gesund werden wird. Er möchte nicht an ihrem Tod schuld sein, da sie zu den wenigen Menschen gehört, die er langsam anfängt zu mögen.
Emily weiß nicht, was sie ihm darauf antworten soll, da Charlotte für sie der beste Beweis ist, dass man nun mal nicht jeden retten kann und auch Rayann gibt ihm nur eine ausweichende Antwort.

Als die Ärztin anfangen will, die Wunde zu untersuchen, bemerkt sie, wie blass Emily ist und entschuldigt sich bei ihr, da ihr plötzlich bewusst wird, dass es eigentlich keine gute Idee ist, eine Schwangere an eine blutende Schnittwunde zu lassen. Und selbst Ethan findet, dass sie auch so schon genug für ihn getan hat. Aber Emily, die die vorübergehende Übelkeit inzwischen überwunden hat und inzwischen eher neugierig ist, da man ihrer Meinung nach ja nie weiß, für was man so was mal brauchen kann, will sich nicht wegschicken lassen. Sie möchte interessehalber lieber dabeibleiben, wenn Dr. Jordan die Verletzung versorgt. Deshalb bietet sie ihr an, mit der Taschenlampe in die Wunde zu leuchten, damit sie besser sieht und beide Hände für die Untersuchung frei hat.

~~~
Auch Jenny ist in ihr Büro zurückgekehrt, um dort endlich den von Lester geforderten Bericht an den Minister zu schreiben. Während sie noch überlegt, was genau sie dem überhaupt berichten soll, da ihn ein normaler Stromausfall wohl kaum interessieren dürfte, fällt ihr bei einem Blick durch die Glaswand ins Nachbarbüro auf, dass Melina, die sie eigentlich als sehr zuverlässig kennt, noch nicht an ihrem Arbeitsplatz ist. Sie würde interessieren, wie ihre Kollegin inzwischen mit der Tatsache zurechtkommt, dass sie nicht mehr die Stevie Trish von früher, sondern ein ganz anderer Mensch ist. Da Jenny mit diesem Problem bestens vertraut ist, nimmt sie sich fest vor, bei Gelegenheit mal mit Melina darüber zu reden.
Zunächst wäre sie jedoch erst einmal froh, wenn das Problem mit Jack the Ripper ohne größeres Aufsehen erledigt wäre. Aber da bekommt sie auch schon den Anruf, dass der Serienmörder tot ist und dass Ms. Jones und Mr. Dobrowski dabei verletzt worden sind. Als sie erfährt, dass Scarlet in das Krankenhaus gebracht worden ist, ruft sie sofort dort an, um dafür zu sorgen, dass die Einlieferung der jungen Frau nicht unnötige aufgebauscht wird. Da es aber inzwischen ein stillschweigendes Abkommen zwischen der Klinikleitung und dem ARC gibt, solche Vorfälle aus Gründen der Staatssicherheit diskret zu behandeln, erweist sich das als nicht allzu schwierig. Weitaus mehr Probleme könnte die Tatsache verursachen, dass der Schuss im Eastend in der Nachbarschaft gehört worden war und so leider auch die dortigen Anwohner auf den Vorfall aufmerksam geworden waren. Um für Schadensbegrenzung zu sorgen, braucht Jenny jedoch zunächst einen genauen Bericht von Becker.

Allerdings wird sie dann erst einmal abgelenkt, als Melina ihr Büro betritt, nur mäßig daran interessiert, was heute Morgen schon wieder vorgefallen ist. Genauso, wie sie eigentlich überhaupt kein Interesse an der Arbeit der Außenteams und an der Forschung über Anomalien und Dinosaurier hat. Das alles birgt in ihren Augen viel zu viele Gefahren. Da zieht sie es doch vor, perfekt angezogen, wohl wissend, dass sie in den entsprechenden Kleidern umwerfend aussieht, in ihrem eigenen Büro zu arbeiten und dort relativ sicher zu sein.
Als sie durch die Glaswand sieht, wie Jenny ihr lächelnd zunickt, erinnert sich Melina an das Angebot der PR-Managerin, das die ihr vor inzwischen einem Jahr gemacht hatte. Dass sie zu ihr kommen könne, wenn sie aufgrund ihrer besonderen Situation Redebedarf hätte. Obwohl sie eigentlich nicht so gerne über private Dinge spricht, hat sie dennoch das Bedürfnis, endlich dieses ständige Gefühlschaos zu ordnen. Ein Jahr lang hat sie über diese Dinge mit niemandem geredet, außer mit Nick und der ist immerhin von dem Ganzen selbst betroffen. Entschlossen ergreift sie die Initiative und geht hinüber in Jennys Büro.

Kaum, dass sie den Raum betreten hat, fällt Melina auch sofort mit der Tür ins Haus. Jenny hört ihr geduldig zu und ihr wird klar, wie viel sich in dem letzten Jahr bei ihrer Kollegin angestaut haben muss. Dass sie sich mit dem Problem ihrer veränderten Persönlichkeit noch lange nicht abgefunden hat.
Melina gesteht dann auch, dass sie manchmal das Gefühl hat, verrückt zu sein, in einer Nervenklinik zu sitzen und dank ein paar bunter Pille in einer Fantasiewelt zu leben. Und auch ihre Zweifel, Nick betreffend, spricht sie an. Auf der einen Seite wünscht sie sich, dass aus der Wohngemeinschaft wieder eine richtige Beziehung wird, auf der anderen hat sie aber Bedenken wegen des Altersunterschieds. Jenny kann ihr Zerrissensein sehr gut verstehen, erklärt ihr aber auch, dass es keinen Sinn hat, diese Dinge, die durch die verschobenen Zeitlinien passieren, zu verleugnen, auch wenn man sie nur schwer verstehen kann. Sie beruhigt Melina, dass Nick ein wunderbarer Mann ist und dass auch der Altersunterschied kein Problem sein sollte, dass es aber auch für ihn natürlich nicht ganz einfach ist.
Schließlich warnt sie ihre Kollegin noch vor Helen, da die ihre eigenen Ansichten hat, wenn sie das Gefühl haben sollte, dass ihr jemand in die Quere kommt. Dass Nicks Exfrau bei dem Verschwinden von Melinas früherem Ich durchaus ihre Finger im Spiel gehabt haben könnte, verschweigt sie lieber erst einmal, um sie nicht noch mehr zu beunruhigen.
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Inzwischen hat Phil Jackson zusammen mit Nick und Connor Lesters Büro erreicht. Mit einem leicht mulmigen Gefühl, da ihn die Reaktion seiner beiden alten Bekannten, auf den Namen Philip Burton, etwas überrascht hat, betritt Phil den Raum. Sein Verhältnis zu ihm war immer gut gewesen und er hatte ihm auch versprochen, ihn im ARC schon mal anzukündigen.
Und tatsächlich hat Philipp Wort gehalten und Lester noch vor seiner Abreise über die Ankunft eines neuen Mitarbeiters informiert, den er persönlich für mindestens genauso, wenn nicht noch intelligenter als Connor hält, was Lester damals allerdings nur mit einem spöttischen Lächeln quittiert hatte. Außerdem ist er ohnehin skeptisch, was Philipps Personalpolitik angeht, vor allem, wenn er an April Leonard denkt, aber da Burton immerhin 52 Prozent der Anteile des ARCs besitzt, hat Lester keine Wahl.

Nick merkt gleich, dass sein Chef wie üblich ziemlich gestresst und genervt ist und der möchte dann auch sofort wissen, warum Phil Jackson eigentlich nicht vom Sicherheitspersonal aufgehalten worden ist. Connor gibt sich betont unschuldig, als er Lesters vorwurfsvollen Blick in ihre Richtung sieht, und mutmaßt, dass die Securitymänner durch den Stromausfall wahrscheinlich überlastet waren, worauf Nick noch bestätigend anhängt, dass die wohl genug mit den entlaufenen Tieren zu tun gehabt haben. Bei diesen Worten beobachtet er Phil sehr genau, da er annimmt, dass der über die Tiere nicht Bescheid weiß.
Und er hat richtig vermutet. Als Phil das hört, ist seine Neugierde geweckt. Er mag sie zwar und kennt sich auch recht gut, besonders mit prähistorischen Tieren aus, aber damit hat er jetzt nicht gerechnet. Irgendwie hat er das ARC eher mit dem Gebiet der Physik in Verbindung gebracht.

Fortsetzung folgt …
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Die Personalabteilung informiert:

• Phil Jackson, ein ehemaliger Student von Cutter und Kommilitone von Connor ist auf Empfehlung von Philipp Burton im ARC aufgetaucht und soll dort in der Forschung arbeiten.
• Philipp Burton selbst wird demnächst von seiner längeren Geschäftsreise zurückkehren.
• Mick Harper, der Journalist, den alle für tot gehalten haben, ist in London gesehen worden.
• Captain Jack Steel hat es vorgezogen, wieder durch die Zeiten zu reisen, und das Team verlassen.










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01. 11. 2012 - 30. 11. 2012
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