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 01. 05. 2013 - 31. 05. 2013

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BeitragThema: 01. 05. 2013 - 31. 05. 2013   Sa Jun 01 2013, 14:42

Datum real: 1. Mai – 31. Mai 2013
Datum inplay: 1. Juli 2015
Anomalien: im ARC > Eozän


Was bisher geschah:
Ethan und Helen finden in Lesters Büro in einem Schrank und auf seinem PC wichtige Informationen über eine kanadische Gruppierung, die sich ebenfalls mit den Anomalien beschäftigt, sowie einen Brief des Ministers an James, worin der ihn auffordert, sich mit den dortigen Verantwortlichen in Verbindung zu setzen. Dabei werden sie von Jamie Sullivan beobachtet, die sich ausgerechnet in Lesters Büro versteckt hat, nachdem sie das ARC nicht mehr rechtzeitig hat verlassen können, bevor wegen des Lockdowns alle Türen verschlossen waren.
Auch Scarlet Jones hält sich noch in dem Gebäude auf und will versuchen, trotz ihrer technischen Unkenntnis, den Lockdown am ADD auszuschalten.
Währenddessen ist in der St. Pauls Kapelle die offizielle Zeremonie beendet, als Lester ungeachtet der anschließenden Feier Connor, Nick und Stephen zurück zum ARC beordert, damit die ihm helfen, wieder hineinzukommen.
Die restliche Hochzeitsgesellschaft feiert derweil in einem Landhaus weiter, wobei die Mitarbeiter des ARCs sich Mühe geben, dass die uneingeweihten Gäste von den Vorkommnissen nichts mitbekommen.

… Fortsetzung

~*~

Anomaly Research Center
Im Gegensatz zu Helen, der es ziemlich egal ist, wohin Jamie geht oder auch nicht, da sie das Gebäude ohnehin nicht verlassen kann und sie außerdem nicht bewaffnet ist, um sie aufzuhalten, wäre es Ethan lieber, wenn die junge Frau sich zu Joyce in den Aufenthaltsraum gesellen würde.
Jamie ist etwas über die Reaktion der beiden erstaunt, da sie aufgrund ihres provozierenden Verhaltens etwas anderes erwartet hat. Sie folgt ihnen durch die Gänge und versucht sie in ein Gespräch zu verwickeln, da aber weder Helen noch Ethan sich auf einen Small Talk einlassen und sie außerdem neugierig ist, was sie weiter vorhaben, folgt sie ihnen zum Kontrollzentrum. Dem unbedarften Redefluss der jungen Frau nach zu urteilen, ist sich Helen sicher, dass sie sich wahrscheinlich gar nicht im Klaren ist, was hier überhaupt vorgeht.
Als sie im Kontrollzentrum ankommen, treffen sie plötzlich und unerwartet auf Scarlet, die dort vor dem ADD steht und daran rumhantiert. Helen erkennt anhand des Rollstuhls und des Gehstocks, auf den sich die blonde Frau stützt, dass die nicht ganz einsatzfähig und somit keine Gefahr für sie und ihr Vorhaben ist, und schubst sie einfach zur Seite, wobei es sie nicht weiter stört, dass Scarlet sich nirgendwo festhalten kann. In dem Moment gibt Jamie ihre abwartende, beobachtende Haltung auf und schafft es gerade noch rechtzeitig, der überrumpelten Scar in den Rollstuhl zu helfen, während Helen schon ihre Pistole auf den ADD richtet und ihr Magazin leerschießt, um den riesigen Computer zu zerstören.
Ohne mit der Wimper zu zucken, beobachtet Ethan sie dabei und überlegt sich, ob Connor es wohl schaffen wird, seine geliebte Maschine zu reparieren, damit sie wieder genauso zuverlässig arbeitet wie vorher. Zu seinem Leidwesen muss er zugeben, dass das Team ihm nur deshalb so oft in die Quere kommen konnte, weil die Organisation des ARCs unbestritten gut ist, und das nicht zuletzt wegen des ADDs.
Die beiden Frauen beachtet er dagegen gar nicht, seiner Ansicht nach können sie froh sein, dass er seinem Bruder Danny versprochen hat, niemanden mehr zu töten. Scarlet, die bei der Ripper-Sache noch mit Ethan zusammengearbeitet hat, ist ziemlich enttäuscht von ihm und fragt sich, ob er aus der Vergangenheit denn gar nichts gelernt hat.

~~~
Währenddessen versuchen die ausgeschlossenen Mitarbeiter vor dem ARC, weiterhin in das Gebäude zu gelangen. Der Versuch mit dem Pflasterstein, von Nick vorgeschlagen und von Stephen auch sogleich ausgeführt, erweist sich als wirkungslos, was Lester nur die Augen verdrehen lässt, da er es natürlich mal wieder besser gewusst hätte. Es muss also eine andere Lösung her und schließlich erweist Connor seinem Ruf als Technikfreak wie immer alle Ehre, als er mit einer Idee herausrückt. Er möchte mithilfe eines Metallstücks an einem an der Außenwand befindlichen Schaltkasten einen Kurzschluss verursachen und damit die Stromzufuhr lahmlegen. Bis dann die Notstromgeneratoren anspringen, hofft er, dass ihnen genügend Zeit bleibt, in das Gebäude zu gelangen. Als er daran denkt, dass das Ganze durchaus auch nach hinten losgehen kann, falls die vermutete Bombe an der zentralen Stromversorgung hängt, wird er sichtlich nervös, sieht aber keine andere Möglichkeit, als es zu versuchen. Außerdem hat er Angst, sich vor den anderen zum Affen zu machen, wenn sein Versuch misslingt. Auch Phil ist sich nicht sicher, ob die Eindringlinge durch die Aufhebung des Lockdowns nicht zu viel Zeit bekommen, sich auf ihr Eintreffen vorzubereiten, da diese wie immer durch eine unüberhörbare Meldung der Computerstimme verkündet werden würde. Dass Ethan und wenn sie recht damit haben, dass Helen bei ihm ist, auch sie, bewaffnet sind, steht außer Frage. Zudem ist sich Nick ziemlich sicher, dass die beiden durchaus in der Lage sind, sich, mit den in dem Gebäude befindlichen Ingredienzien, eine Bombe zu bauen.

Trotz aller Bedenken und nachdem Cutter ihm Mut macht, beschließt Connor seinen Plan umzusetzen, da dies ihre einzige erfolgsversprechende Möglichkeit zu sein scheint.
Seine Frage nach einem Kuli, von dem er die Metallklammer zur Überbrückung des Stromkreises zweckentfremden möchte, überlässt ihm Lester schweren Herzens seinen Kugelschreiber. Allerdings nicht ohne den Hinweis, ihn bloß nicht kaputtzumachen, da er ein Geschenk vom Minister zu seinem zehnjährigen Dienstjubiläum war, was Connor schon ein bisschen knickrig findet.
Er fordert die anderen auf, dass sie die Türe im Auge behalten und sofort blockieren, falls sein Plan gelingt und sie tatsächlich aufspringt. Während Stephen Connors Aufforderung folgt und sich einsatzbereit neben der Türe positioniert, beobachtet er ihn gleichzeitig schmunzelnd und doch beeindruckt ob seines Tatendrangs und seiner Ideen.
Als Connor schließlich an dem Stromkasten mit den vielen Kabeln herumhantiert, muss er feststellen, dass Abbys Haarföhn und sein Radiowecker doch um einiges einfacher konstruiert sind. Nichtsdestotrotz schafft er es schließlich nach einigem Fummeln mit den Drähten und der Metallklammer von Lesters Kugelschreiber, den er dafür leider doch in seine Einzelteile zerlegen muss, den Stromkreis kurzzuschließen. Nachdem es zunächst so aussieht, als sei der Versuch fehlgeschlagen, gibt es plötzlich doch einen Schlag und Funken sprühen, sodass Connor nach hinten umkippt. Während er sich wieder aufrappelt, hofft er, dass jemand so geistesgegenwärtig gewesen ist und die Tür festgehalten hat und Lester außerdem nichts von seinem zerstörten Kugelschreiber mitbekommen hat.

Und tatsächlich hat Stephen bei dem Klicken sofort reagiert, die Tür aufgedrückt und mit einem Mülleimer blockiert. Als er das Gebäude betritt, muss er allerdings feststellen, dass Connors Trick nur bei der Außentür funktioniert hat, die innen gelegenen aber noch immer verschlossen sind, eine eigentlich gewollte Vorsichtsmaßnahme, um ungebetene Eindringlinge von den Innenbereichen fernzuhalten.
Stephen sieht sich gedanklich schon, wie damals Danny, durch die Belüftungsschächte kriechen, als sein Chef an ihm vorbei und auf ein Kontrollfeld in der Wand zustürmt, das zu bedienen nur er berechtigt ist. Unmittelbar nachdem ein Scansystem Lesters Daumenabdruck und die Retina seines rechten Auges überprüft und er eine fünfstellige Zahlenkombination eingegeben hat, erklingt die weibliche Computerstimme, die die Beendigung des Lockdowns ankündigt. Diese Tatsache veranlasst Connor zu einem weiteren Eintrag in seine imaginäre
To-Do-Liste, nämlich solch eine Schalttafel auch an der Außenseite des Gebäudes anzubringen, damit weitere kugelschreiberzerstörende Aktionen in Zukunft nicht mehr nötig sind.
Aus Angst, dass der ADD etwas abbekommen haben könnte, rennt er sofort Richtung Kontrollzentrum, ohne wie normal üblich Beckers Soldaten den Vortritt zu lassen, damit die zunächst einmal die Räume absichern können. Stephen, der nicht traurig darüber ist, dass ihnen die Belüftungsschächte nun doch erspart bleiben, sprintet ihm sofort hinterher und versucht ihn zu stoppen, als Schüsse durch die Gänge hallen und er splitterndes Glas hört.

~~~
Ethan, der Helen im Kontrollzentrum noch ungerührt dabei beobachtet hat, wie sie den ADD zerstört, schreckt nun doch hoch, als die übliche körperlose Frauenstimme die plötzliche Aufhebung des Lockdowns verkündet. Er beschwört sie daraufhin, dass sie sofort aus dem ARC verschwinden müssen, da es jetzt nicht mehr lange dauern kann, bis Lester und seine Leute hier auftauchen, wobei sie ihm diesmal ausnahmsweise recht geben muss.
Noch im gleichen Moment hören sie einen tierischen Lärm und das Bersten von Glas. Zufrieden stellen er und Helen fest, dass der ständige Alarm und die ununterbrochen aus den Lautsprechern tönende Stimme die im ARC untergebrachten Tiere wohl ungewöhnlich nervös gemacht hat und sie nun aufgrund des aufgehobenen Lockdowns ihr Gehege haben verlassen können. Nachdem sie durch eine der gläsernen Außenwände gebrochen sind, befinden sich jetzt zwei verängstigte Elefanten und ein äußerst nervöser Andrewsarchus auf dem Weg Richtung Londoner Innenstadt. Sehr zufrieden damit, dass sie sich um die geplante Freilassung der Tiere jetzt nicht mehr kümmern müssen, holt Helen die Fernbedienung aus ihrer Tasche und öffnet damit eine Anomalie ins Eozän.
Jamie ist von den Vorgängen gleichzeitig fasziniert als auch verwirrt, da sie nicht richtig einordnen kann, was das helle Licht zu bedeuten hat und wer nun an was schuld ist. Deshalb herrscht sie jetzt alle Anwesenden an, dass sie endlich wissen möchte, was hier vor sich geht, wobei Helen allerdings, inzwischen ziemlich genervt von ihr, gar nicht daran denkt, ihr diese Frage zu beantworten. Im Gegenteil fordert sie die beiden Frauen auf, sich nicht von der Stelle zu rühren und will von Ethan wissen, ob er nun vorhat mit ihr mitzukommen, bevor sie selbst ohne noch länger zu zögern durch die Lichtsplitter geht. Letztendlich interessiert es sie ohnehin nicht wirklich, ob er ihr folgt oder lieber bei seiner kleinen Freundin bleibt und dafür seine Freiheit aufs Spiel setzt.

Aufgrund des Lärms und Stephens Warnung bleibt Connor tatsächlich abrupt unmittelbar vor dem Kontrollzentrum stehen. Für einen Moment hat er die vermeintliche Bombe im Verdacht und fürchtet, dass sie schuld an dem Krach gewesen sein könnte, bis er sich selbst einen Narr schilt. Bei einem Blick durch die Verglasung der Türe sieht er jedoch einen hellen Schein, den er sofort als Anomalie identifiziert.
Als auch Stephen entdeckt, was dort drinnen vor sich geht, drückt er die Türe auf und verspricht Connor beim Vorbeigehen, ihn wegen seines unbesonnen Handelns, nachher noch zur Rede zustellen. Er stürmt in den Raum und sieht gerade noch, wie Helen durch die Anomalie verschwinden, worüber er einigermaßen erleichtert ist, da ihn ihre Anwesenheit auf eine komische Art noch immer beschäftigt, auch wenn die Sache mit ihr von damals inzwischen erledigt ist. Indem Stephen ihn anschreit und versucht, ihm die Augen über Helen und deren Machenschaften und Intrigen zu öffnen, will er Ethan davon abhalten, eine Dummheit zu begehen. Eigentlich hat er gedacht, dass sich der Zeitreisende nach seiner OP geändert hätte und er weiß, dass auch die Meinungen der anderen in die Richtung gehen. Und vor allem Joyce hat ihm zum Schluss vertraut. Allerdings kann Stephen nicht umhin, auch einige Parallelen zu sich selbst zu erkennen, zumindest was das Hereinfallen auf Helen betrifft.

Scarlet sitzt noch immer in ihrem Rollstuhl, wo sich Jamie schützend vor sie gestellt hat, als der ADD mit lautem Bersten seinen Geist aufgegeben hat. Sie ist allerdings der Meinung, dass das vollkommen überflüssig ist, hofft allerdings, dass sich der Andrewsarchus, den sie absolut nicht mag, nicht versehentlich in das Kontrollzentrum verirrt. Gespannt verfolgt sie die ganze Szene und stimmt in Gedanken Stephens Argumenten zu, worauf sie wütend aufsteht, sich auf ihren Gehstock gestützt an Jamie vorbeidrängt und Helen noch vor Ethan durch die Anomalie folgt.
Ethan ist durch die Worte des Labortechnikers kurz verunsichert, da er auf der einen Seite weiß, dass Stephen eigentlich recht hat. Auf der anderen Seite ist er aber auch überzeugt davon, dass er für die anderen immer der Schwerverbrecher und Mörder bleiben wird, dass sie ihm nie vertrauen und er nie dazugehören würde, selbst wenn sein Bruder Danny sich noch so sehr für ihn einsetzt. Sich einredend, dass es gerade für Joyce das Beste ist, wenn er von hier verschwindet, schlägt er den anderen provozierend vor, dass sie ihn ja erschießen könnten oder ihn ansonsten gehen lassen müssten. Schließlich dreht er sich um und folgt den beiden Frauen durch die Anomalie.

Währenddessen bekommt Lester einen Anruf von Jenny, die endlich wissen möchte, was dort ihm ARC vor sich geht. Wütend muss er mit ansehen, wie die beiden Verbrecher mal wieder durch eine Anomalie entkommen, die sich direkt hinter ihnen schließt, ohne dass sie etwas dagegen tun können, und assoziiert ihr ständiges Verschwinden mit einem Stück nasser, schlüpfriger Seife, das einem immer wieder durch die Finger rutscht.
Endgültig ist es dann mit seiner Fassung vorbei, als auch er bemerkt, dass die Tiere aus ihren Gehegen und dem ARC entkommen konnten und jetzt auf dem Weg sind, die Innenstadt unsicher zu machen.
Er fordert Jenny daraufhin auf, dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiter unverzüglich zum ARC zurückkommen, egal ob Hochzeitsfeier oder nicht, damit sie sich an der Suche der Tiere beteiligen können, während die technisch orientierten Mitarbeiter sich um den zerstörten ADD kümmern sollen.

~*~

Hochzeitsfeier im Landhaus am See
Während ihre Kollegen versuchen, wieder in das ARC zu kommen, geht in dem Landhaus am See die Hochzeitsfeier weiter. Zunächst mit ein paar Dias, die zum größten Teil aus Daniels Kindheit sind, bei denen man ihn und seinen Zwillingsbruder Simon, der auch die meisten Bilder kommentiert, kaum auseinanderhalten kann. Einige davon sind ihm inzwischen doch schon ziemlich peinlich und das nicht nur wegen der knallbunten Strampler, die sie als Babys anhatten. Aber die anderen amüsieren sich köstlich darüber und nicht nur Rayann bemerkt, dass sich sogar Tante Margret bei den Fotos ein Lächeln abringen kann und nicht mehr ganz so griesgrämig schaut. Daniel stimmen sie allerdings auch etwas wehmütig, da er weiß, dass sein Zwilling in wenigen Tagen wieder in die Staaten zurückfliegen wird, von wo er extra für die Hochzeitsfeier angereist ist. Schließlich folgen noch ein paar gemeinsame Bilder von Dan und Emily aus der Gegenwart, da es von ihr nun mal keine Bilder aus ihrer Kindheit geben kann.

Vor allem die beiden Trauzeugen, Rayann und Connor, aber auch die anderen haben hervorragende Vorarbeit geleistet haben, sodass dann auch der weitere Abend eine gelungene Mischung wird aus ausgezeichnetem Essen, einigen Spielen, guter Musik und natürlich der Hochzeitstorte. Emily ist ganz gerührt, dass sich alle so viel Mühe gegeben haben, damit die Feier ein voller Erfolg wird, und ist froh, hier so tolle Freunde gefunden zu haben.
Im Anschluss an die Rede von Daniels Dad, entschließt sich Jenny spontan Nick zu vertreten. Gewohnt, auch vor einer größeren Gruppe Menschen frei und ohne Vorbereitung zu reden, gibt sie dem Brautpaar ein paar herzliche Worte mit auf ihren gemeinsamen Weg, wünscht ihnen im Namen aller Freunde und Kollegen alles Gute und versichert ihnen, dass sie immer für sie da sind, wenn sie einmal Hilfe brauchen.
Abby und Rayann, die beide froh wären, wenn sie die ungeliebten Kleider wieder gegen ihre üblichen bequemen Klamotten tauschen könnten, kümmern sich um Sean, den neuen Kollegen, der sich aber sehr schweigsam gibt.
Auch Jess gesellt sich zu der kleinen Gruppe und im Gegensatz zu den beiden anderen Frauen, fühlt sie sich wohl in ihrem Kleid und würde sich wünschen, sie bekämen häufiger die Gelegenheit dazu, sich ein bisschen aufzubrezeln.

Als dann der mehr oder weniger offizielle Teil der Feier beendet ist, nimmt die Band ihre Instrumente auf und beginnt den Hochzeitswalzer zu spielen. Daniel führt Emily auf die Tanzfläche und neckt sie leise, ob sie das nach über hundertfünfzig Jahren auch noch nicht verlernt hat. Sie nimmt seine Aufforderung mit einem Knicks an und hofft, dass niemandem diese altmodische Geste auffällt, aber da hat sie die Rechnung ohne Tante Margret gemacht. Allerdings scheint es der zu gefallen, was Emily vermuten lässt, dass sie sich im 19. Jahrhundert bei der feinen Gesellschaft bestimmt wohlgefühlt hätte. Sie selbst ist jedoch heilfroh, dass diese Hochzeit nicht mit ihrer letzten zu vergleichen ist, die an Steifheit und Förmlichkeit fast nicht zu überbieten war.
Hier mischen sich die Gäste bunt durcheinander, keiner steht alleine herum, alle unterhalten sich und lachen miteinander, sind gut gelaunt und haben Spaß.
Nachdem das frischgebackene Ehepaar den Tanz eröffnet hat, dauert es dann auch nicht lange, bis sich die Tanzfläche mit den Gästen immer mehr füllt. Und auch die Damen des ARCs hält nun nichts mehr und freuen sich auf etwas mehr Bewegung. Auch wenn Abby bedauert, dass Connor nicht hier ist, wobei Rayann die nach der Trauung rapide gesunkene Männerquote nicht weiter stört und das für sie noch lange kein Grund ist, sich vom Tanzen abhalten zu lassen. Allerdings prüft sie vorher sicherheitshalber noch einmal, ob ihr Pieper auch weiterhin sicher in ihrem Strumpfband steckt und überlegt dabei teils amüsiert, teils verlegen, wie das wohl für die übrigen Gäste aussehen muss, wenn sie deshalb immer wieder mal den Rock ihres Kleides nach oben zieht.

Jenny nutzt die Gelegenheit, als sich fast alle auf der Tanzfläche befinden, um nach draußen zu gehen und Lester anzurufen, da sie die Ungewissheit, was dort im ARC vorgeht, nicht mehr aushält. Allerdings sieht es zumindest so aus, als hat es noch keine Verletzten und Toten gegeben, da er sonst schon längst Dr. Jordan, momentan die einzige Ärztin im ARC, hätte holen lassen.
Als Lester das Gespräch endlich annimmt, erklärt er Jenny in kurzen Worten, was bei ihnen vorgefallen ist. Dass Helen und Ethan dem ADD sabotiert haben, sodass dieser nicht mehr funktionstüchtig ist und dass die Tiere entkommen und nun auf dem Weg in die Innenstadt sind. Und da er findet, dass Hochzeiten ohnehin überbewertet werden, möchte er, dass die Mitarbeiter unverzüglich an ihren Arbeitsplatz kommen, da jetzt jede Hand gebraucht wird, um die Tiere wieder einzufangen, damit eine größere Katastrophe verhindert werden kann. Die Sicherheit der Bevölkerung hat jetzt oberste Priorität. Von Geheimhaltung kann man im Moment wohl ohnehin nicht mehr reden.
Jenny, die findet, dass sich Ethan und Helen langsam zu einer personifizierten Heimsuchung für sie alle entwickeln, bittet Lester etwaige Reporter irgendwie hinzuhalten, bis sie da ist, und informiert dann schweren Herzens ihre Kollegen über den Stand der Dinge. Sie fordert sie auf, ohne großes Aufsehen unverzüglich ins ARC zu fahren und wendet sich dann an das Brautpaar. Leider ist Dr. Trapp noch immer nicht auffindbar und somit Daniel der einzige erreichbare Tierarzt und Jenny weiß, wie verantwortungsbewusst er ist, wenn es um die Tiere und ganz besonders um Peanut und Suru geht. Da sowohl er als auch Emily Profis genug sind, wissen sie um die Dringlichkeit, zumal Daniel das Chaos schon bildlich vor sich sieht. Zertrampelte Autos, eingeworfene Fensterscheiben, umgeworfene Mülltonnen, plattgetrampelte Passanten und überforderte Polizisten, die auf die Elefanten schießen, obwohl sich die Tiere schließlich nur wehren und eigentlich nicht gemeingefährlich sind.
Deshalb erklären sie sich bereit, ihre Hochzeitsnacht zu verschieben, auch wenn es sehr schade um Daniels Überraschung ist und der Tierarzt instruiert seinen Bruder, den unwissenden Gästen eine passende Geschichte zu erzählen, warum sie die Feier so plötzlich verlassen. Danach sollen Simon und Jennys Mann Michael dafür sorgen, dass alle wohlbehalten nach Hause oder in ihre Hotels kommen.

~*~

Eozän
Auf der anderen Seite angekommen schaut sich Helen kurz in der neuen Umgebung um. Sie befindet sich also im Eozän, der Zeitepoche, in der sich die Säugetiere sprunghaft weiterentwickelt haben, woraus die ersten Landraubtiere hervorgegangen sind. Aber für länger Betrachtungen hat sie im Moment keine Zeit, da unmittelbar nach ihr Scarlet durch die tanzenden Fragmente tritt und gleich darauf auch Ethan. Damit ihr nicht noch jemand folgen kann, verschließt sie die Anomalie sofort, auch wenn das für die blonde Frau bedeutet, dass sie nun auch nicht mehr zurückkann.
Helen ist wütend und kann sich nicht erklären, was Scarlet daran nicht verstanden hat, dass sie sitzen bleiben und sich nicht rühren soll, und fragt sich, wie man so blöd sein kann. Außerdem macht sie Ethan Vorwürfe, dass der nicht verhindert hat, dass sie ihr gefolgt ist, obwohl sie ja nun wirklich nicht besonders gut zu Fuß ist. Am liebsten würde Helen ihren ungebetenen Gast wieder zurückschicken, aber sie kann es sich nicht erlauben, nur deshalb die Anomalie noch einmal zu öffnen, wenn sie nicht riskieren will, doch noch verfolgt zu werden. Allerdings hat sie auch nicht vor, Scarlet ohne Grund zu erschießen, weshalb sie umschwenkt und verlangt den Grund für deren Handeln zu erfahren.
Ethan ist da allerdings ganz anderer Meinung. Ohnehin schon sauer, dass Helen ihn mal wieder so anfährt und dafür verantwortlich macht, dass Scarlet ihnen gefolgt ist, schlägt er ihr vor, sie doch einfach zu erschießen, zumal sie doch sonst auch nicht so zimperlich ist. Außerdem hat er keine Lust, dass sich mal wieder jemand an seine Fersen heften könnte. Er weiß, dass er sich auch alleine im Eozän zurechtfindet, selbst, wenn dies für ihn eine unbekannte Zeit ist. Vor allem, wenn er seinem Motto treu bleibt: Töte, oder du wirst getötet.

~*~

Oberkreide, Mongolei
In der Mongolei der Kreidezeit haben sich die beiden Geschwister schließlich doch noch gefunden. Nachdem sie ihre Nahrungsvorräte, bestehend aus zwei Müsliriegeln und Studentenfutter, schon am ersten Abend vertilgt haben, mussten sie in den letzten fünf Tagen für etwas Essbares jagen und fischen gehen. Um vor Tabosauriern und anderen Raubtieren sicher zu sein, haben sie sich in einem dichtbewachsenen Waldstück in einem der Bäume eine Plattform errichtet, auf der sie schlafen können, ohne vor den Tieren Angst haben zu müssen.
Im Moment liegt Noah dort allerdings alleine und völlig geschwächt, mit einem dickgeschwollenen, geröteten Arm. Ein Ergebnis der vielen Kratzer, die er sich in den ersten Tagen zugezogen hat und die sich trotz der schellen Versorgung entzündet haben, sodass sich sein Körper inzwischen mit hohem Fieber wehrt. Während er dort liegt, bemerkt er ein Rudel Raptoren, das sich in unmittelbarer Nähe herumtreibt. Besorgt hält er nach seiner Schwester Saichania Ausschau, die diesmal alleine losgezogen ist, um Nahrung für sie beide zu besorgen, obwohl ihr nicht wohl dabei ist, ihren Bruder krank zurückzulassen, da sie befürchtet, dass er ohne medizinische Versorgung nicht mehr lange durchhält.
Als sie nach vier Stunden mit ein paar Fischen wieder auf dem Weg zu ihrem Baum ist, gibt ihr Minidetektor, den sie immer bei sich trägt, plötzlich Alarm. So schnell sie kann, rennt sie zu Noah zurück und ruft ihm schon von Weitem zu, dass sich etwa dreihundert Meter von ihrer Plattform entfernt eine Anomalie geöffnet hat.
Erleichtert schafft Noah es, sich aufzurichten und klettert mühsam den Baum nach unten, bis er kurz vor dem Ziel das letzte Stück nach unten fällt. Er kann sich zwar wieder aufrappeln, ist sich aber im Klaren darüber, dass er Sais Hilfe brauchen wird, wenn er es bis zu der Anomalie schaffen will.

Fortsetzung folgt …
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